Soziale Kontrolle als Differenzierungspraxis. Erkundungen zur diskreditierenden Unterscheidung von Menschen in institutioneller Erziehung
Zusammenfassung Der Beitrag nimmt das ‚klassische‘ Thema sozialer Kontrolle auf, um es – vor dem Hintergrund einer anhaltend kritischen Debatte – zu spezifizieren. Dies erfolgt, indem Kontrolle als (versuchte) Durchsetzung personenbezogener Differenzierung konzipiert wird. Kontrollpraktiken unterscheiden Menschen und konfrontieren sie mit Sanktionspotential. Der Bereich, in dem dies näher analysiert wird, ist der der institutionellen Erziehung. Angesichts der Prekarität sozialer Kontrolle in pädagogischen Kontexten eignet sich dieser Bereich in besonderer Weise, um Besonderheiten sozialer Kontrolle als analytischen Fokus auf soziale Praktiken herauszuarbeiten. Dieser Fokus wird anhand von drei Themen dekliniert: der Einnahme eines asymmetrischen Status, der durch Kontrollpraktiken affizierten sozialen Beziehungen und der Reziprozität sozialer Kontrolle.
Authors
- Bernd Dollinger (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-0257-955X)
Institutions
- University of Siegen (DE)
Publication Details
- Journal
- Zeitschrift für Soziologie
- Published
- 2026-11-03
- DOI
- https://doi.org/10.1515/zfsoz-2026-3014
- Primary Topic
- Crime, Deviance, and Social Control
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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