Zur Transformation einer Konfliktlinie. Religiöse Bestimmungsfaktoren für das Wahlverhalten

Zusammenfassung Der Artikel untersucht den Wandel des religiösen cleavage und zeigt, dass Religion weiterhin das Wahlverhalten in Deutschland prägt. Nach dem Übergang von einer konfessionellen zu einer religiös-säkularen Konfliktlinie zeichnet sich eine weitere Transformation ab: Zentral ist mittlerweile die Konfliktlinie des Religionsanspruchs, die zwischen Christ:innen mit einem inklusiven und einem exklusiven Religionsanspruch verläuft. Ein exklusiver Religionsanspruch erhöht im Vergleich zu einem inklusiven die Wahrscheinlichkeit, Pfade der Radikalisierung (Wahl der AfD), der Traditionalisierung (Wahl der CDU/CSU) oder des Rückzugs (Nicht-Wahl) einzuschlagen. Diese Zusammenhänge werden unter anderem durch rechtspopulistische Positionen und wahrgenommene religiöse Benachteiligung vermittelt. Insgesamt verdeutlicht der Beitrag die elektorale Relevanz religiöser Faktoren und zeigt gleichzeitig die Veränderlichkeit des religiösen cleavage in Deutschland.

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Publication Details

Journal
Zeitschrift für Soziologie
Published
2026-11-02
DOI
https://doi.org/10.1515/zfsoz-2026-3015
Primary Topic
Religion and Society Interactions
Type
article
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article

Zur Transformation einer Konfliktlinie. Religiöse Bestimmungsfaktoren für das Wahlverhalten

Jan-Philip Steinmann, Gert Pickel
Zeitschrift für Soziologie
Religion and Society Interactions
article

Zur Transformation einer Konfliktlinie. Religiöse Bestimmungsfaktoren für das Wahlverhalten

Jan-Philip Steinmann, Gert Pickel
article en

Abstract

Zusammenfassung Der Artikel untersucht den Wandel des religiösen cleavage und zeigt, dass Religion weiterhin das Wahlverhalten in Deutschland prägt. Nach dem Übergang von einer konfessionellen zu einer religiös-säkularen Konfliktlinie zeichnet sich eine weitere Transformation ab: Zentral ist mittlerweile die Konfliktlinie des Religionsanspruchs, die zwischen Christ:innen mit einem inklusiven und einem exklusiven Religionsanspruch verläuft. Ein exklusiver Religionsanspruch erhöht im Vergleich zu einem inklusiven die Wahrscheinlichkeit, Pfade der Radikalisierung (Wahl der AfD), der Traditionalisierung (Wahl der CDU/CSU) oder des Rückzugs (Nicht-Wahl) einzuschlagen. Diese Zusammenhänge werden unter anderem durch rechtspopulistische Positionen und wahrgenommene religiöse Benachteiligung vermittelt. Insgesamt verdeutlicht der Beitrag die elektorale Relevanz religiöser Faktoren und zeigt gleichzeitig die Veränderlichkeit des religiösen cleavage in Deutschland.

Zeitschrift für Soziologie
Criminological Research Institute of Lower Saxony (DE), Leipzig University (DE)
Peace, justice, and strong institutions
Openalex Percentile: Top 8%
Religion and Society Interactions
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