Ingeborg Bachmanns Enwürfe zur nie gehaltenen Rede an die Ärzteschaft im Kontext der Theorien von Georg Groddeck
Dieser Artikel analysiert zwei Enwürfe von Ingeborg Bachmanns vorbereiteter Rede an die Ärzteschaft, die die Schriftstellerin nie fertigstellen oder halten konnte. Obwohl eine Transkription der Rede posthum in dem Band ‘Male oscuro’. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit im Jahr 2017 veröffentlicht wurde und Gegenstand eher kursorischer Analysen geworden ist, fehlt bislang ein detaillierter Bezug der Rede zu konkreten Forderungen und Texten Georg Groddecks, die über seinen Roman Das Buch vom Es hinausgehen. Groddeck, der als ‘wilder Analytiker’ und Vater der Psychosomatik gilt, inspirierte Bachmann und war für sie eine Quelle der Hoffnung in ihrer Krankheit und seelischen Not. Diese Analyse berücksichtigt den Kontext anderer Werke der Schriftstellerin, die für das Verständnis ihrer Haltung zu Groddeck und zur Medizin im Allgemeinen in der Rede an die Ärzteschaft wichtig sind.
Authors
- Tomasz Małyszek (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-7974-5704)
Institutions
- University of Wrocław (PL)
Publication Details
- Journal
- Oxford German Studies
- Published
- 2026-09-28
- DOI
- https://doi.org/10.1080/00787191.2026.2626574
- Primary Topic
- German Literature and Culture Studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00