„Gut ist, Leben erhalten und Leben fördern“. Schweitzers Konzeption der ‚Ehrfurcht vor dem Leben‘ als Utopie und ihre Bedeutung für die ökologische Ethik

Zusammenfassung Albert Schweitzers Konzeption der Ehrfurcht vor dem Leben ist einer der bekanntesten ökoethischen Entwürfe der evangelisch-theologischen Tradition. Dennoch spielt sie in aktuellen ethischen Debatten kaum eine Rolle, was wesentlich daran liegt, dass sie als nicht umsetzbar und zu radikal gilt. Der Beitrag schlägt vor, sie als eine Utopie zu deuten und ihre Bedeutung für die Ethik neu zu erschließen. Als Utopie eröffnet sie eine vom Status quo radikal unterschiedene Vorstellung des solidarischen Zusammenlebens von Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen und kann dadurch kritische, konstruktive und motivierende Impulse für ökoethische Debatten geben. Konkrete Normen können und dürfen hingegen nicht von ihr erwartet werden. Verstanden als Utopie, so die These, kommt Schweitzers Konzeption der Ehrfurcht vor dem Leben auch heute eine wichtige Rolle für den ökoethischen Diskurs zu.

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Publication Details

Journal
Zeitschrift für Evangelische Ethik
Published
2026-09-28
DOI
https://doi.org/10.1515/zee-2026-0010
Primary Topic
Economic and Social Issues
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

„Gut ist, Leben erhalten und Leben fördern“. Schweitzers Konzeption der ‚Ehrfurcht vor dem Leben‘ als Utopie und ihre Bedeutung für die ökologische Ethik

Cornelia Mügge
Zeitschrift für Evangelische Ethik
Economic and Social Issues
article

„Gut ist, Leben erhalten und Leben fördern“. Schweitzers Konzeption der ‚Ehrfurcht vor dem Leben‘ als Utopie und ihre Bedeutung für die ökologische Ethik

Cornelia Mügge
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Abstract

Zusammenfassung Albert Schweitzers Konzeption der Ehrfurcht vor dem Leben ist einer der bekanntesten ökoethischen Entwürfe der evangelisch-theologischen Tradition. Dennoch spielt sie in aktuellen ethischen Debatten kaum eine Rolle, was wesentlich daran liegt, dass sie als nicht umsetzbar und zu radikal gilt. Der Beitrag schlägt vor, sie als eine Utopie zu deuten und ihre Bedeutung für die Ethik neu zu erschließen. Als Utopie eröffnet sie eine vom Status quo radikal unterschiedene Vorstellung des solidarischen Zusammenlebens von Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen und kann dadurch kritische, konstruktive und motivierende Impulse für ökoethische Debatten geben. Konkrete Normen können und dürfen hingegen nicht von ihr erwartet werden. Verstanden als Utopie, so die These, kommt Schweitzers Konzeption der Ehrfurcht vor dem Leben auch heute eine wichtige Rolle für den ökoethischen Diskurs zu.

Zeitschrift für Evangelische EthikVol. 70(4)
University of Münster (DE)
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Economic and Social Issues
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