Wenn Zukunft sich schließt: Zur Zeitlichkeit von Traurigkeit und Trauer im kompetitiven Sport
Zusammenfassung Im ersten Teil wird der Blick geöffnet, dass Gefühle leiblich sind, räumlich-situativ wirken und sich nicht auf Innenzustände reduzieren. Folgend werden Traurigkeit und Trauer als Grenzphänomene des kompetitiven Sports analysiert: Niederlage, post-event-Leere, Verlust. Abschließend beschreibt der Beitrag praktische Implikationen für das Wettkampfcoaching: Trainerarbeit in Wettkampfserien und Saisonverläufen ist immer auch Arbeit am Gefühlsraum – an Orientierung, Interaktion und Kultur. Wer Traurigkeit und Trauer nur als Störung behandelt, verliert nicht nur Athlet:innen, sondern auch die Möglichkeit, dass der Sport als Lebensform tragfähig bleibt. Phänomenologisch betrachtet, gewinnt sie hingegen eine präzisere Praxis: leiblich aufmerksam, situativ klug, kulturell verantwortlich.
Authors
- Christian Hungerecker (ORCID: https://orcid.org/0000-0003-1685-461X)
Institutions
- Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (DE)
Publication Details
- Journal
- Sport und Gesellschaft
- Published
- 2026-09-22
- DOI
- https://doi.org/10.1515/sug-2026-3010
- Primary Topic
- Psychology, Coaching, and Therapy
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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