Iridium POCN Pincer Complexes as Catalytic Tools for Transfer Dehydrogenation of Alkanes

Die Doktorarbeit befasst sich mit der Synthese von stickstoffhaltigen drei-zähnigen Pincer-Ligandvorläufern zur Herstellung von Ir-POCN-Komplexen, die als Katalysatoren für die Transferdehydrierung von nicht funktionalisierten Alkanen verwendet wurden. Es wurden Komplexe mit zwei unterschiedlichen Ligandengerüsten entwickelt, die eine Imin-Gruppe [(tBuPOCNImine)Ir(O2CCH3)(H)]-oder eine Triazol-Einheit [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCH3)(H)] besitzen. Beide Komplexe erwiesen sich als wirksame Katalysatoren für die Transferdehydrierung von Alkanen. Jedoch zeigte der Triazol-basierte [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCH3)(H)]-Komplex höhere Umwandlungsraten, insbesondere bei cyclischen Alkanen und gesättigten Heterocyclen. Um den Einfluss von Hilfsliganden auf die strukturellen und katalytischen Eigenschaften dieser Iridium-Komplexe zu untersuchen, wurde der Triazolophosphinit-Pincer-Ligandvorläufer zusätzlich mit alternativen Iridium Komplexen metalliert. Dieser Ansatz führte zu einer bemerkenswert luftstabilen [(tBuPOCN3Triaz)Ir(acac)(H)]-Pincer Spezies und dem tetrameren Komplex [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCF3)(H)]4. Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit von Metallvorläufern und deren Einfluss auf die Struktur der gebildeten Komplexe. Obwohl [(tBuPOCN3Triaz)Ir(acac)(H)] (acac = acetylacetonato) und [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCH3)(H)] vergleichbare katalytische Aktivitäten aufweisen, führte der Hilfsligand zu Unterschieden in der Reaktivität, insbesondere gegenüber Silbertetrafluorborat, wobei kationische Iridium-Verbindungen dargestellt wurden. Diese kationischen Komplexe bilden stabile Addukte mit Kohlenmonoxid oder 2,2´-Bipyridin. Darüber hinaus unterstützten Untersuchungen mittels zyklischer Voltammetrie die Hypothese eines Protonen-gekoppelten Elektronentransfer-Mechanismus (PCET) für die Bildung dieser kationischen Spezies. Das Triazolophoshinit-Zangensystem wurde anschließend auf zweikernige Komplexe mit doppelten POCN-Pincersystemen erweitert und [(tBuPOCN3N2COtBuP)Ir2(H)2(acac)2] sowie [CF3–(tBuPOCN3N2COtBuP)Ir2(H)2(μ-OAc)(μ-Cl)] hergestellt. Jeder Komplex enthält ein Zangenfragment mit einer Ir–N3 Koordination und ein weiteres mit einer Ir–N2 Koordination, an der dieselbe Triazol-Gruppe beteiligt ist. Um die Eigenschaften dieser Komplexe zu untersuchen, wurden ihre Festkörperstrukturen und ihre Reaktivität gegenüber Kohlenmonoxid mit denen der zuvor erwähnten Spezies [(tBuPOCN3Triaz)Ir(acac)(H)], sowie einem weiteren unabhängig synthetisierten monometallischen Analogon [(tBuPOCN2Triaz)Ir(acac)(H)] verglichen. Die Reaktivität der monometallischen Analoga führte zu einer Ir(I)-Monocarbonyl-Spezies, während die der zweikernigen Komplexe zur Bildung von gemischtvalenten Ir(I)–Ir(III)-Tricarbonyl-Verbindung führten. Zuletzt wurden die katalytischen Aktivitäten aller Komplexe in Transferdehydrierungen unter Verwendung von Cyclooctan, n-Octan und Tetrahydrochinolin als Substrate untersucht.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-09-21
DOI
https://doi.org/10.18452/38800
Primary Topic
Asymmetric Hydrogenation and Catalysis
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Iridium POCN Pincer Complexes as Catalytic Tools for Transfer Dehydrogenation of Alkanes

Jesvita Cardozo
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Asymmetric Hydrogenation and Catalysis
article

Iridium POCN Pincer Complexes as Catalytic Tools for Transfer Dehydrogenation of Alkanes

Jesvita Cardozo
article en

Abstract

Die Doktorarbeit befasst sich mit der Synthese von stickstoffhaltigen drei-zähnigen Pincer-Ligandvorläufern zur Herstellung von Ir-POCN-Komplexen, die als Katalysatoren für die Transferdehydrierung von nicht funktionalisierten Alkanen verwendet wurden. Es wurden Komplexe mit zwei unterschiedlichen Ligandengerüsten entwickelt, die eine Imin-Gruppe [(tBuPOCNImine)Ir(O2CCH3)(H)]-oder eine Triazol-Einheit [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCH3)(H)] besitzen. Beide Komplexe erwiesen sich als wirksame Katalysatoren für die Transferdehydrierung von Alkanen. Jedoch zeigte der Triazol-basierte [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCH3)(H)]-Komplex höhere Umwandlungsraten, insbesondere bei cyclischen Alkanen und gesättigten Heterocyclen. Um den Einfluss von Hilfsliganden auf die strukturellen und katalytischen Eigenschaften dieser Iridium-Komplexe zu untersuchen, wurde der Triazolophosphinit-Pincer-Ligandvorläufer zusätzlich mit alternativen Iridium Komplexen metalliert. Dieser Ansatz führte zu einer bemerkenswert luftstabilen [(tBuPOCN3Triaz)Ir(acac)(H)]-Pincer Spezies und dem tetrameren Komplex [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCF3)(H)]4. Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit von Metallvorläufern und deren Einfluss auf die Struktur der gebildeten Komplexe. Obwohl [(tBuPOCN3Triaz)Ir(acac)(H)] (acac = acetylacetonato) und [(tBuPOCN3Triaz)Ir(O2CCH3)(H)] vergleichbare katalytische Aktivitäten aufweisen, führte der Hilfsligand zu Unterschieden in der Reaktivität, insbesondere gegenüber Silbertetrafluorborat, wobei kationische Iridium-Verbindungen dargestellt wurden. Diese kationischen Komplexe bilden stabile Addukte mit Kohlenmonoxid oder 2,2´-Bipyridin. Darüber hinaus unterstützten Untersuchungen mittels zyklischer Voltammetrie die Hypothese eines Protonen-gekoppelten Elektronentransfer-Mechanismus (PCET) für die Bildung dieser kationischen Spezies. Das Triazolophoshinit-Zangensystem wurde anschließend auf zweikernige Komplexe mit doppelten POCN-Pincersystemen erweitert und [(tBuPOCN3N2COtBuP)Ir2(H)2(acac)2] sowie [CF3–(tBuPOCN3N2COtBuP)Ir2(H)2(μ-OAc)(μ-Cl)] hergestellt. Jeder Komplex enthält ein Zangenfragment mit einer Ir–N3 Koordination und ein weiteres mit einer Ir–N2 Koordination, an der dieselbe Triazol-Gruppe beteiligt ist. Um die Eigenschaften dieser Komplexe zu untersuchen, wurden ihre Festkörperstrukturen und ihre Reaktivität gegenüber Kohlenmonoxid mit denen der zuvor erwähnten Spezies [(tBuPOCN3Triaz)Ir(acac)(H)], sowie einem weiteren unabhängig synthetisierten monometallischen Analogon [(tBuPOCN2Triaz)Ir(acac)(H)] verglichen. Die Reaktivität der monometallischen Analoga führte zu einer Ir(I)-Monocarbonyl-Spezies, während die der zweikernigen Komplexe zur Bildung von gemischtvalenten Ir(I)–Ir(III)-Tricarbonyl-Verbindung führten. Zuletzt wurden die katalytischen Aktivitäten aller Komplexe in Transferdehydrierungen unter Verwendung von Cyclooctan, n-Octan und Tetrahydrochinolin als Substrate untersucht.

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