Lithium, Green Hydrogen and the contested dynamics of green frontiers-making in Chile

Die Narrative und globalen Produktionsnetzwerke der Energiewende stellen einen neuen Akteur territorialer Rekonfiguration in rohstoffreichen peripheren Ökonomien und weltweit dar. Chile, das Land mit den weltgrößten abbaubaren Lithiumreserven und außergewöhnlichem Solar- und Windpotenzial, hat sich als strategischer Lieferant für die globale Dekarbonisierung positioniert. Regierungen unterschiedlicher politischer Ausrichtungen haben Strategien gefordert, die versprechen, historische extraktivistische Logiken durch Industrialisierung und verstärkte sozio-ökologische Schutzmaßnahmen zu überwinden. Diese Bestrebungen stehen jedoch vor grundlegenden Spannungen, da sie die Ausweitung extraktiver Operationen in neue Räume erfordern, die lokale sozio ökologische Ordnungen stören. Mit Fokus auf die Lithiumgewinnung jenseits des Salar de Atacama und die Entwicklung von grünem Wasserstoff in Magallanes untersucht diese Dissertation, wie Chiles Ressourcenfrontiers und Energiegeographien umkampft und neu konfiguriert werden, basierend auf 106 halbstrukturierten Interviews (2021-2024), umfangreicher Dokumentenanalyse sowie der Integration von Energiegeographien, politischer Okologie und politischer Okonomie. Die Dissertation zeigt, wie multiskalare Koalitionen legal-technische Dispositive, Narrative und institutionelle Arrangements mobilisieren, um aktiv grune Frontiers zu produzieren. Selbst unter progressiven Regierungen schranken institutionelle und strukturelle Limitierungen — Marktabhangigkeiten, geopolitische Drucke, politische Zeitrahmen — industrielle Ambitionen und gangbare Alternativen ein. Die anhaltenden Widerstands und divergierenden Perspektiven zeigen, dass multiple mögliche Zukünfte auf dem Spiel stehen und dass eine wirklich transformative Transition ihren fundamental politischen Charakter anerkennen und Räume für substantielle Auseinandersetzung schaffen muss, die ungleiche multiskalare Dynamiken der globalen Energiewende-Ordnung herausfordern.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-09-15
DOI
https://doi.org/10.18452/37596
Primary Topic
Extraction and Separation Processes
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Lithium, Green Hydrogen and the contested dynamics of green frontiers-making in Chile

Cristian Flores Fernandez
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Extraction and Separation Processes
article

Lithium, Green Hydrogen and the contested dynamics of green frontiers-making in Chile

Cristian Flores Fernandez
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Abstract

Die Narrative und globalen Produktionsnetzwerke der Energiewende stellen einen neuen Akteur territorialer Rekonfiguration in rohstoffreichen peripheren Ökonomien und weltweit dar. Chile, das Land mit den weltgrößten abbaubaren Lithiumreserven und außergewöhnlichem Solar- und Windpotenzial, hat sich als strategischer Lieferant für die globale Dekarbonisierung positioniert. Regierungen unterschiedlicher politischer Ausrichtungen haben Strategien gefordert, die versprechen, historische extraktivistische Logiken durch Industrialisierung und verstärkte sozio-ökologische Schutzmaßnahmen zu überwinden. Diese Bestrebungen stehen jedoch vor grundlegenden Spannungen, da sie die Ausweitung extraktiver Operationen in neue Räume erfordern, die lokale sozio ökologische Ordnungen stören. Mit Fokus auf die Lithiumgewinnung jenseits des Salar de Atacama und die Entwicklung von grünem Wasserstoff in Magallanes untersucht diese Dissertation, wie Chiles Ressourcenfrontiers und Energiegeographien umkampft und neu konfiguriert werden, basierend auf 106 halbstrukturierten Interviews (2021-2024), umfangreicher Dokumentenanalyse sowie der Integration von Energiegeographien, politischer Okologie und politischer Okonomie. Die Dissertation zeigt, wie multiskalare Koalitionen legal-technische Dispositive, Narrative und institutionelle Arrangements mobilisieren, um aktiv grune Frontiers zu produzieren. Selbst unter progressiven Regierungen schranken institutionelle und strukturelle Limitierungen — Marktabhangigkeiten, geopolitische Drucke, politische Zeitrahmen — industrielle Ambitionen und gangbare Alternativen ein. Die anhaltenden Widerstands und divergierenden Perspektiven zeigen, dass multiple mögliche Zukünfte auf dem Spiel stehen und dass eine wirklich transformative Transition ihren fundamental politischen Charakter anerkennen und Räume für substantielle Auseinandersetzung schaffen muss, die ungleiche multiskalare Dynamiken der globalen Energiewende-Ordnung herausfordern.

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