Eine phänomenologische Beschreibung von Groll am Beispiel von Sportkarrieren
Zusammenfassung Der Beitrag entwickelt eine phänomenologische Beschreibung von Groll am Beispiel von Gefühlskonstellationen, die sich auf (sportliche) Laufbahnen beziehen. Mit Groll wird eine dauerhafte Verstimmung bezeichnet, die aus negativen Emotionen wie Frustration und Ärger in Kombination mit empfundener Machtlosigkeit hervorgeht und sich dabei vage auf eine als missglückt erlebte Gesamtsituation bezieht. Als Kontrast steht mit Zufriedenheit eine paradigmatische positive Stimmung, die sich auf eine Gesamtsituation bezieht, die als rundum geglückt erlebt wird. Durch Abgrenzungen zu Moralgefühlen wie Empörung und der Stimmung des Ressentiments, in die sich diese verstetigen können, wird die Beschreibung des Grolls weiter geschärft.
Authors
- Gerhard Thonhauser (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-6592-1180)
Institutions
- Darmstadt University of Applied Sciences (DE)
- Technische Universität Darmstadt (DE)
Publication Details
- Journal
- Sport und Gesellschaft
- Published
- 2026-09-14
- DOI
- https://doi.org/10.1515/sug-2026-3009
- Primary Topic
- Psychology, Coaching, and Therapy
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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