Klimabewegung trifft Friedensbewegung
Zusammenfassung Die Themenbereiche Klima und Frieden sind eng verwoben. Einerseits schafft oder verstärkt die planetare Krise Konflikte. Andererseits verursachen Kriege massive Treibhausgasemissionen, zerstören Ökosysteme und binden Ressourcen, die für eine sozial-ökologische Transformation dringend benötigt werden. Doch auf der Ebene sozialer Bewegungen bleibt diese Verknüpfung ein Randthema. Der Essay nimmt diese Lücke zum Ausgangspunkt und diskutiert – aus der Perspektive einer Forschenden, die sich beruflich wie zivilgesellschaftlich in beiden Bereichen engagiert – sechs Lernfelder für eine produktive Annäherung beider Bewegungen. Die Friedensbewegung kann von der Klimabewegung lernen, groß zu denken, breite Allianzen zu schmieden und konkrete Veränderungen zu fordern, um sie politisch umsetzbar zu machen. Umgekehrt bietet die Friedensbewegung der Klimabewegung bewährte Konzepte zur konstruktiven Konfliktgestaltung, Ansätze globaler Solidarität sowie Methoden des aktivistischen Ausdauertrainings. Abschließend argumentiert der Text, dass beide Bewegungen zwar Brücken bauen und Synergien nutzen sollten, jedoch ohne zu verschmelzen und die jeweiligen Eigenlogiken und Schwerpunkte aufzugeben.
Authors
- Sophia Stanger
Publication Details
- Journal
- Forschungsjournal Soziale Bewegungen
- Published
- 2026-09-09
- DOI
- https://doi.org/10.1515/fjsb-2026-3009
- Primary Topic
- Peace and Human Rights Education
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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