Selbstverhältnisse dies- und jenseits des Ärgernisses. Zu möglichen Pointen einer zirkulären Struktur bei Kierkegaard

Zusammenfassung Ausgehend von einem Versuch in der jüngeren Kierkegaard-Forschung, einen konstitutiven Gottesbezug der ethischen Existenz geltend zu machen, wirft der Text die Frage auf, worin sich jener der religiösen Existenz dann wesentlich unterscheidet. Indem er bei der Antwort Kierkegaards Rekurs auf die „Möglichkeit des Ärgernisses“ (Forargelsens Mulighed) ins Zentrum setzt, fundiert er nicht nur Kierkegaards Betonung dieses „Scheidewegs“ theoretisch. Er zeigt auch auf, dass diese theoretische Fundierung den Weg zu weiteren theoretischen Pointen Kierkegaards weist. Diese betreffen (je in Kierkegaards Rahmen) a) das Verhältnis von Glauben und praktischen Gründen (und einem praktischen Sich-Gründen), b) die coram-Deo-Beziehung und c) das Verhältnis von Freiheit und Gnade. Machen wir diese Gedankenfigur trotz einer anzuerkennenden Zirkularität groß, dann unterbreitet Kierkegaard den Vorschlag: Was allein durch Gnade gewährt wird, ist uns nur aus Freiheit möglich .

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Publication Details

Journal
Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie
Published
2026-09-09
DOI
https://doi.org/10.1515/nzsth-2026-0023
Primary Topic
Kierkegaardian Philosophy and Influence
Type
article
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Selbstverhältnisse dies- und jenseits des Ärgernisses. Zu möglichen Pointen einer zirkulären Struktur bei Kierkegaard

Simone Neuber
Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie
Kierkegaardian Philosophy and Influence
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Selbstverhältnisse dies- und jenseits des Ärgernisses. Zu möglichen Pointen einer zirkulären Struktur bei Kierkegaard

Simone Neuber
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Abstract

Zusammenfassung Ausgehend von einem Versuch in der jüngeren Kierkegaard-Forschung, einen konstitutiven Gottesbezug der ethischen Existenz geltend zu machen, wirft der Text die Frage auf, worin sich jener der religiösen Existenz dann wesentlich unterscheidet. Indem er bei der Antwort Kierkegaards Rekurs auf die „Möglichkeit des Ärgernisses“ (Forargelsens Mulighed) ins Zentrum setzt, fundiert er nicht nur Kierkegaards Betonung dieses „Scheidewegs“ theoretisch. Er zeigt auch auf, dass diese theoretische Fundierung den Weg zu weiteren theoretischen Pointen Kierkegaards weist. Diese betreffen (je in Kierkegaards Rahmen) a) das Verhältnis von Glauben und praktischen Gründen (und einem praktischen Sich-Gründen), b) die coram-Deo-Beziehung und c) das Verhältnis von Freiheit und Gnade. Machen wir diese Gedankenfigur trotz einer anzuerkennenden Zirkularität groß, dann unterbreitet Kierkegaard den Vorschlag: Was allein durch Gnade gewährt wird, ist uns nur aus Freiheit möglich .

Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie
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