Vorbeugende Sozialpolitik für Kinder: Lösungsbeiträge aus Gesundheitswesen und Jugendhilfe
Zusammenfassung Kinderarmut hat langfristige negative Auswirkungen auf Bildungschancen, Arbeitsmarktintegration und gesellschaftliche Teilhabe. Vor diesem Hintergrund bedarf es einer vorbeugenden Sozialpolitik für Kinder, die präventive Lösungsbeiträge aus unterschiedlichen Politikfeldern im Sinne sozialpolitischer Zielsetzungen verknüpft. Da enge Zusammenhänge zwischen Gesundheit und sozialer Entwicklung von Kindern bestehen und Institutionen des Gesundheitswesens frühzeitig Kontakte zu Familien ermöglichen, analysiert der Artikel Lösungsbeiträge aus dem Gesundheitswesen (SGB V) und der Jugendhilfe (SGB VIII). Er zeigt auf, wie deren Verknüpfung die Förderung gelingenden Aufwachsens, insbesondere für teilhabegefährdete Kinder, unterstützen kann. Ausgehend von der Prämisse, dass universelle Leistungen zusammen mit zielgruppenorientierten Maßnahmen die Basis vorbeugender Sozialpolitik bilden, stellt der Beitrag zunächst entsprechende normative Leitbilder auf inter- und supranationaler Ebene vor. Anschließend untersucht er die deutschen Governance-Strukturen beider Politikfelder sowie deren Implikationen für kooperative Präventionsstrategien. Abschließend werden anhand von Beispielen Chancen und Hindernisse kooperativer Ansätze diskutiert. Auf dieser Grundlage werden Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung vorbeugender Sozialpolitik für Kinder in Armutslagen abgeleitet.
Authors
- Sandra Fischer
- Sybille Stöbe-Blossey
Institutions
- University of Bonn (DE)
- Institut für Soziale Arbeit (DE)
Publication Details
- Journal
- Zeitschrift für Sozialreform
- Published
- 2026-09-04
- DOI
- https://doi.org/10.1515/zsr-2026-0016
- Primary Topic
- Social Policies and Healthcare Reform
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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