Sozial gerechten Klimaschutz organisieren. Der Stromspar-Check zwischen Klima- und Sozialpolitik

Zusammenfassung Der Beitrag untersucht, wie sozial gerechter Klimaschutz an der Schnittstelle von Klima- und Sozialpolitik vermittelt wird. Aufbauend auf bewertungs- und organisationssoziologischen Prämissen werden die Valorisierungsstrategien eines bundesweiten Programms analysiert, das Energiesparberatungen für einkommensschwache Haushalte anbietet. Die Studie stützt sich auf 45 Interviews mit Projektmitarbeiter*innen sowie teilnehmende Beobachtungen, um aufzuzeigen, wie das Programm divergierende normative Erwartungen koordiniert und dadurch eine Form sozial gerechten Klimaschutzes herstellt, die in unterschiedliche organisationale Felder vermittelt werden kann. Zugleich werden strukturelle Grenzen des Programms sichtbar: Die Fokussierung auf individuelle Konsumpraktiken entkoppelt politische Klimaziele von der Alltagsrealität einkommensschwacher Haushalte und verliert strukturelle Ungleichheitsdimensionen aus dem Blick. Der Beitrag diskutiert abschließend Implikationen für soziale Ungleichheitsfragen und ökosoziale Politik, indem er die Spannungen zwischen institutionalisierten Ansprüchen, normativen Zielsetzungen und Alltagspraktiken kritisch reflektiert.

Authors

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Publication Details

Journal
Zeitschrift für Soziologie
Published
2026-08-27
DOI
https://doi.org/10.1515/zfsoz-2026-3012
Primary Topic
Sustainability and Climate Change Governance
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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article

Sozial gerechten Klimaschutz organisieren. Der Stromspar-Check zwischen Klima- und Sozialpolitik

Felicitas Riedel, Kathia Serrano‐Velarde, Britta Hedderich
Zeitschrift für Soziologie
Sustainability and Climate Change Governance
article

Sozial gerechten Klimaschutz organisieren. Der Stromspar-Check zwischen Klima- und Sozialpolitik

Felicitas Riedel, Kathia Serrano‐Velarde, Britta Hedderich
article en

Abstract

Zusammenfassung Der Beitrag untersucht, wie sozial gerechter Klimaschutz an der Schnittstelle von Klima- und Sozialpolitik vermittelt wird. Aufbauend auf bewertungs- und organisationssoziologischen Prämissen werden die Valorisierungsstrategien eines bundesweiten Programms analysiert, das Energiesparberatungen für einkommensschwache Haushalte anbietet. Die Studie stützt sich auf 45 Interviews mit Projektmitarbeiter*innen sowie teilnehmende Beobachtungen, um aufzuzeigen, wie das Programm divergierende normative Erwartungen koordiniert und dadurch eine Form sozial gerechten Klimaschutzes herstellt, die in unterschiedliche organisationale Felder vermittelt werden kann. Zugleich werden strukturelle Grenzen des Programms sichtbar: Die Fokussierung auf individuelle Konsumpraktiken entkoppelt politische Klimaziele von der Alltagsrealität einkommensschwacher Haushalte und verliert strukturelle Ungleichheitsdimensionen aus dem Blick. Der Beitrag diskutiert abschließend Implikationen für soziale Ungleichheitsfragen und ökosoziale Politik, indem er die Spannungen zwischen institutionalisierten Ansprüchen, normativen Zielsetzungen und Alltagspraktiken kritisch reflektiert.

Zeitschrift für Soziologie
University of Potsdam (DE), Heidelberg University (DE), Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg (DE)
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Sustainability and Climate Change Governance
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