Work, Beliefs, and Economic Inequality: Evidence on Behavioral Mechanisms

Diese Dissertation untersucht in drei Aufsätzen die Mechanismen von individueller Überzeugungsbildung und wirtschaftlichem Verhalten mithilfe experimenteller und umfragebasierter Methoden. Der erste Aufsatz, gemeinsam mit Yiming Liu verfasst, schlägt einen verhaltensökonomischen Mechanismus für die Persistenz von Ungleichheit vor. Sowohl theoretisch als auch experimentell zeigen wir, dass hohe Ungleichheit motivierte Überzeugungen über sozialen Aufstieg begünstigt. Dies führt wiederum zu einer Verschiebung politischer Präferenzen, wobei Individuen Ungleichheit stärker akzeptieren. Wir schließen daraus, dass sich Ungleichheit durch motivierte Vorstellungen selbst erhalten kann. Diese Evidenz wird zusätzlich durch die Analyse länderübergreifender Umfragedaten gestützt, die einen positiven Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Ungleichheit und Erwartungen an sozialen Aufstieg zeigen. Der zweite Aufsatz, gemeinsam mit Hedda Nielsen und Ju Yeong Hong verfasst, untersucht den Einfluss von anfänglichen Einschätzungen der eigenen relativen Leistung auf die Verarbeitung von Feedback. Wir finden, dass experimentell induzierte Unterschätzung der eigenen relativen Leistung im Durchschnitt zu einer geringeren Reaktion auf positive Signale und damit zu einer pessimistischen Anpassung von Überzeugungen führt. Zudem finden wir Hinweise darauf, dass diese Asymmetrie auch die Erinnerung an Feedback beeinflussen kann. Experimentell induzierte Selbstüberschätzung hingegen führt nicht zu einer asymmetrischen Überzeugungsanpassung als Reaktion auf positive und negative Signale. Im dritten Aufsatz, gemeinsam mit Anastasia Danilov und Olga Stavrova verfasst, untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Arbeit im Homeoffice und dem Persönlichkeitsmerkmal Selbstkontrolle. Insbesondere betrachten wir den Übergang zum Arbeiten im Homeoffice während der COVID-19-Pandemie und zeigen, dass Beschäftigte mit geringer Selbstkontrolle sich im Laufe der Zeit an die neuen Bedingungen anpassen konnten. Dies schlägt sich in einem Anstieg der angegebenen Arbeitsleistung und Lebenszufriedenheit nieder.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-08-27
DOI
https://doi.org/10.18452/38614
Primary Topic
Experimental Behavioral Economics Studies
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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Work, Beliefs, and Economic Inequality: Evidence on Behavioral Mechanisms

Julia Martina Baumann
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Experimental Behavioral Economics Studies
article

Work, Beliefs, and Economic Inequality: Evidence on Behavioral Mechanisms

Julia Martina Baumann
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Abstract

Diese Dissertation untersucht in drei Aufsätzen die Mechanismen von individueller Überzeugungsbildung und wirtschaftlichem Verhalten mithilfe experimenteller und umfragebasierter Methoden. Der erste Aufsatz, gemeinsam mit Yiming Liu verfasst, schlägt einen verhaltensökonomischen Mechanismus für die Persistenz von Ungleichheit vor. Sowohl theoretisch als auch experimentell zeigen wir, dass hohe Ungleichheit motivierte Überzeugungen über sozialen Aufstieg begünstigt. Dies führt wiederum zu einer Verschiebung politischer Präferenzen, wobei Individuen Ungleichheit stärker akzeptieren. Wir schließen daraus, dass sich Ungleichheit durch motivierte Vorstellungen selbst erhalten kann. Diese Evidenz wird zusätzlich durch die Analyse länderübergreifender Umfragedaten gestützt, die einen positiven Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Ungleichheit und Erwartungen an sozialen Aufstieg zeigen. Der zweite Aufsatz, gemeinsam mit Hedda Nielsen und Ju Yeong Hong verfasst, untersucht den Einfluss von anfänglichen Einschätzungen der eigenen relativen Leistung auf die Verarbeitung von Feedback. Wir finden, dass experimentell induzierte Unterschätzung der eigenen relativen Leistung im Durchschnitt zu einer geringeren Reaktion auf positive Signale und damit zu einer pessimistischen Anpassung von Überzeugungen führt. Zudem finden wir Hinweise darauf, dass diese Asymmetrie auch die Erinnerung an Feedback beeinflussen kann. Experimentell induzierte Selbstüberschätzung hingegen führt nicht zu einer asymmetrischen Überzeugungsanpassung als Reaktion auf positive und negative Signale. Im dritten Aufsatz, gemeinsam mit Anastasia Danilov und Olga Stavrova verfasst, untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Arbeit im Homeoffice und dem Persönlichkeitsmerkmal Selbstkontrolle. Insbesondere betrachten wir den Übergang zum Arbeiten im Homeoffice während der COVID-19-Pandemie und zeigen, dass Beschäftigte mit geringer Selbstkontrolle sich im Laufe der Zeit an die neuen Bedingungen anpassen konnten. Dies schlägt sich in einem Anstieg der angegebenen Arbeitsleistung und Lebenszufriedenheit nieder.

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Reduced inequalities
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Experimental Behavioral Economics Studies
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