Kein Kind lässt seine Sprache(n) an der Kindergartentür zurück. Ein Blick in einen deutschsprachigen Kindergarten in Kapstadt
Kindergärten sind häufig eingebettet in sprachlich vielfältige Realitäten auf gesellschaftlicher und individueller Ebene. Durch Faktoren wie Mobilität, Migration, Globalisierung und Technologie verfügen Menschen, die dort aufeinandertreffen zunehmend über reiche Sprachrepertoires. Doch die Institutionen sind häufig um eine einzige Bildungssprache organisiert. Offiziell monolingual, in der Realität multilingual – zwischen der sprachlichen Vielfalt der Menschen und der einsprachigen Organisation der Institution entsteht ein Spannungsfeld, das pädagogische Fachkräfte täglich neu aushandeln. Treffen diese Gegensätze aufeinander, stellt sich die Frage: Was passiert mit all den Sprachen, für die im offiziellen Konzept eigentlich kein Platz vorgesehen ist? Denn kein Kind legt seine Sprache(n) an der Kindergartentür ab. Sie sind da, aber wo und wie finden sie Raum? Der Einblick zeigt, welche Räume für Mehrsprachigkeit innerhalb eines offiziell einsprachigen Systems entstehen können und liefert damit Denkanstöße weit über diesen Einzelfall hinaus.
Authors
- Sara Pernthaler
Institutions
- Eurac Research (IT)
Publication Details
- Journal
- Eurac Research Blogs
- Published
- 2026-08-26
- DOI
- https://doi.org/10.57708/bmw9nao5nste4yxxm3fcliq
- Primary Topic
- Linguistic Education and Pedagogy
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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