Die Bedeutung der Geld- und Währungspolitik für die internationale Wettbewerbsfähigkeit
Zusammenfassung Mithilfe von Leitzins- und Liquiditätsanpassungen kann die Geld- und Währungspolitik Einfluss auf nominale Wechselkurse und die Entwicklung des inländischen Preisniveaus nehmen, die ihrerseits wiederum den realen effektiven Wechselkurs und damit die Preis- und Kostensituation im internationalen Vergleich bestimmen. Aktive geldpolitische Maßnahmen wie Leitzinsänderungen oder Quantitative Easing können zwar kurzfristige Wettbewerbsimpulse setzen, ihre langfristige Wirkung bleibt jedoch begrenzt und schwer steuerbar. Der Beitrag zeigt, dass die Effektivität solcher Maßnahmen stark vom institutionellen Kontext und der Offenheit der Volkswirtschaft abhängt. Für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sind vor allem strukturelle Faktoren wie Innovationskraft, Produktivität und stabile makroökonomische Rahmenbedingungen entscheidend. Der Beitrag betont daher die Bedeutung regelgebundener Geldpolitik, Zentralbankunabhängigkeit und koordinierter Wirtschaftspolitik innerhalb von Währungsräumen.
Authors
- Albrecht F. Michler (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-3434-3488)
- Franz Seitz (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-4813-5962)
- Thomas Jost
Institutions
- Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (DE)
- Aschaffenburg University of Applied Sciences (DE)
- Heinrich Heine University Düsseldorf (DE)
Publication Details
- Journal
- ORDO
- Published
- 2026-08-24
- DOI
- https://doi.org/10.1515/ordo-2026-3013
- Primary Topic
- Economic and Business Studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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