Body Image Booster (BIBo): Inhalte und praktische Anwendung einer Intervention zur Reduktion schädlicher Einflüsse aussehensbezogener Sozialer Medien für Frauen mit Essstörungen

Die Nutzung aussehensbezogener Sozialer Medien, insbesondere der Konsum sogenannter Fitspiration-Inhalte, wird mit erhöhter Körperunzufriedenheit bei Frauen in Verbindung gebracht. Trotz der schädlichen Effekte solcher Inhalte gibt es bislang wenige Präventions- und Interventionsansätze, um Frauen im Umgang mit dem negativen Einfluss Sozialer Medien auf die Körperzufriedenheit zu unterstützen. Insbesondere Frauen mit Essstörungen, die gemäß vorherigen Studien verstärkt solchen aussehensbezogenen Medieninhalten ausgesetzt sind, blieben in der Forschung bislang weitestgehend unberücksichtigt. Um den funktionalen Umgang mit Sozialen Medien zu verbessern, wurde das vierwöchige Online-Gruppentraining Body Image Booster (BIBo) für Frauen mit Essstörungssymptomen entwickelt. Für die Anwendung in der therapeutischen Praxis beschreibt der vorliegende Artikel detailliert die Durchführung und die Inhalte des BIBo-Trainings, die unter anderem Psychoedukation, die Verbesserung von Medienkompetenz, dissonanzbasierte Strategien sowie Methoden zur Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Funktionalität des Körpers beinhalten. Eine zuvor durchgeführte randomisiert-kontrollierte Studie (RCT) zeigte unter anderem eine Reduktion der Essstörungssymptome und der Reaktivität auf Fitspiration-Inhalte sowie eine Abnahme ungünstiger sozialer Vergleiche bei Teilnehmerinnen des BIBo-Programms. BIBo ist daher dazu geeignet, etablierte kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen in der Essstörungsbehandlung um die Vermittlung von Strategien im Umgang mit Sozialen Medien zu ergänzen.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
Verhaltenstherapie
Published
2026-07-02
DOI
https://doi.org/10.1159/000551365
Primary Topic
Eating Disorders and Behaviors
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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ALL TIME
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article

Body Image Booster (BIBo): Inhalte und praktische Anwendung einer Intervention zur Reduktion schädlicher Einflüsse aussehensbezogener Sozialer Medien für Frauen mit Essstörungen

Silja Vocks, Fanny Alexandra Dietel, Kristine Schönhals, Gritt Ladwig et al.
Verhaltenstherapie
Eating Disorders and Behaviors
article

Body Image Booster (BIBo): Inhalte und praktische Anwendung einer Intervention zur Reduktion schädlicher Einflüsse aussehensbezogener Sozialer Medien für Frauen mit Essstörungen

Silja Vocks, Fanny Alexandra Dietel, Kristine Schönhals, Gritt Ladwig, Hannah L. Quittkat
article en

Abstract

Die Nutzung aussehensbezogener Sozialer Medien, insbesondere der Konsum sogenannter Fitspiration-Inhalte, wird mit erhöhter Körperunzufriedenheit bei Frauen in Verbindung gebracht. Trotz der schädlichen Effekte solcher Inhalte gibt es bislang wenige Präventions- und Interventionsansätze, um Frauen im Umgang mit dem negativen Einfluss Sozialer Medien auf die Körperzufriedenheit zu unterstützen. Insbesondere Frauen mit Essstörungen, die gemäß vorherigen Studien verstärkt solchen aussehensbezogenen Medieninhalten ausgesetzt sind, blieben in der Forschung bislang weitestgehend unberücksichtigt. Um den funktionalen Umgang mit Sozialen Medien zu verbessern, wurde das vierwöchige Online-Gruppentraining Body Image Booster (BIBo) für Frauen mit Essstörungssymptomen entwickelt. Für die Anwendung in der therapeutischen Praxis beschreibt der vorliegende Artikel detailliert die Durchführung und die Inhalte des BIBo-Trainings, die unter anderem Psychoedukation, die Verbesserung von Medienkompetenz, dissonanzbasierte Strategien sowie Methoden zur Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Funktionalität des Körpers beinhalten. Eine zuvor durchgeführte randomisiert-kontrollierte Studie (RCT) zeigte unter anderem eine Reduktion der Essstörungssymptome und der Reaktivität auf Fitspiration-Inhalte sowie eine Abnahme ungünstiger sozialer Vergleiche bei Teilnehmerinnen des BIBo-Programms. BIBo ist daher dazu geeignet, etablierte kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen in der Essstörungsbehandlung um die Vermittlung von Strategien im Umgang mit Sozialen Medien zu ergänzen.

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