Comparative vegetation ecological study reveals drying trends in the floodplain habitats of the Donau-Auen National Park (Austria)

Der Nationalpark Donau-Auen im Osten Österreichs schützt den größten, zusammenhängenden Auwald Mitteleuropas an einer der letzten freien Fließstrecken der Donau. Die Begradigung des Flusslaufes und das Fehlen von Geschiebe aufgrund der Staustufen führen zu einer Eintiefung des Flussbetts und sinkenden Grundwasserständen. In den letzten 35 Jahren ist der mittlere Grundwasserspiegel in dem Untersuchungsgebiet um 50 bis 60 cm gefallen. In der Vergangenheit war der Flurabstand ein entscheidender Faktor für die Ausprägung der Zeigerwerte. Das wirft die Frage auf, wie sich die beschriebenen Veränderungen auf das unter Naturschutz stehende Au-Ökosystem auswirken. Die vorliegende Arbeit hat 90 Vegetationsaufnahmen in drei Lebensräumen (Gewässer, Offenland, Wald) nach 35 Jahren zum ersten Mal wiederholt (1987/1988 und 2023). Neben den vegetationsökologischen Vergleichen ist der Flurabstand als Schlüsselvariable in die Analyse mit eingeflossen. Insgesamt hat sich die Artenzusammensetzung in Richtung von Arten verschoben, die an trockenere, schattigere und wärmere Bedingungen angepasst sind. Alle Lebensräume zeigen eine deutliche Veränderung über die Zeit, wobei Gewässer-Lebensräume am stärksten betroffen sind, gefolgt von Offenland- und Wald-Lebensräumen. Weiters haben sich tief liegende Aufnahmeflächen, die sich in geringer Entfernung zum mittleren Grundwasserspiegel befinden, deutlich verändert, während höher gelegene Aufnahmeflächen kaum oder gar keine Veränderungen aufweisen. Der Flurabstand ist für die Ausprägung der Zeigerwerte kein entscheidender Faktor mehr. Um den langfristigen Erhalt dieser geschützten Lebensräume zu gewährleisten, muss der Eintiefung der Donau und den damit verbundenen fallenden Wasserstände Einhalt geboten werden.

Authors

Publication Details

Journal
University of Vienna
Published
2026-06-30
DOI
https://doi.org/10.25365/thesis.81303
Primary Topic
Ecology and biodiversity studies
Type
article
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Comparative vegetation ecological study reveals drying trends in the floodplain habitats of the Donau-Auen National Park (Austria)

Valerie Christ
University of Vienna
Ecology and biodiversity studies
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Comparative vegetation ecological study reveals drying trends in the floodplain habitats of the Donau-Auen National Park (Austria)

Valerie Christ
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Abstract

Der Nationalpark Donau-Auen im Osten Österreichs schützt den größten, zusammenhängenden Auwald Mitteleuropas an einer der letzten freien Fließstrecken der Donau. Die Begradigung des Flusslaufes und das Fehlen von Geschiebe aufgrund der Staustufen führen zu einer Eintiefung des Flussbetts und sinkenden Grundwasserständen. In den letzten 35 Jahren ist der mittlere Grundwasserspiegel in dem Untersuchungsgebiet um 50 bis 60 cm gefallen. In der Vergangenheit war der Flurabstand ein entscheidender Faktor für die Ausprägung der Zeigerwerte. Das wirft die Frage auf, wie sich die beschriebenen Veränderungen auf das unter Naturschutz stehende Au-Ökosystem auswirken. Die vorliegende Arbeit hat 90 Vegetationsaufnahmen in drei Lebensräumen (Gewässer, Offenland, Wald) nach 35 Jahren zum ersten Mal wiederholt (1987/1988 und 2023). Neben den vegetationsökologischen Vergleichen ist der Flurabstand als Schlüsselvariable in die Analyse mit eingeflossen. Insgesamt hat sich die Artenzusammensetzung in Richtung von Arten verschoben, die an trockenere, schattigere und wärmere Bedingungen angepasst sind. Alle Lebensräume zeigen eine deutliche Veränderung über die Zeit, wobei Gewässer-Lebensräume am stärksten betroffen sind, gefolgt von Offenland- und Wald-Lebensräumen. Weiters haben sich tief liegende Aufnahmeflächen, die sich in geringer Entfernung zum mittleren Grundwasserspiegel befinden, deutlich verändert, während höher gelegene Aufnahmeflächen kaum oder gar keine Veränderungen aufweisen. Der Flurabstand ist für die Ausprägung der Zeigerwerte kein entscheidender Faktor mehr. Um den langfristigen Erhalt dieser geschützten Lebensräume zu gewährleisten, muss der Eintiefung der Donau und den damit verbundenen fallenden Wasserstände Einhalt geboten werden.

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