Zwischen Straße, Gericht und Neuausrichtung
Zusammenfassung Die Klimabewegung in Deutschland befindet sich im Wandel. Nach Jahren der Massenmobilisierung und breiten gesellschaftlichen Sichtbarkeit ist sie derzeit mit zunehmenden Repressionen, medialer Delegitimierung und einem generellen Rückgang von Ressourcen konfrontiert. Der Beitrag analysiert aktuelle Dynamiken, Handlungsspielräume und Repertoires der Bewegung im Spannungsfeld von Krise und Neuausrichtung. Dabei wird insbesondere die strategische Ausweitung des Repertoires um juristische Mittel wie Klimaklagen in den Blick genommen. Diese Klagen wirken unter anderem durch ihre längere Zeitlichkeit als antizyklischer, robuster Bestandteil des klimapolitischen Engagements, der auch in Zeiten rückläufiger Straßenproteste langfristige Wirkungen entfalten kann. Auf Grundlage des Hamburger Plausibilitätsansatzes und des Klimawende Ausblicks 2025 bewertet der Beitrag, inwieweit Klimabewegung und Klimaklagen aktuell als gesellschaftliche Treiber der deutschen Klimawende plausibel (zusammen)wirken können. Der Aufsatz versteht sich dabei als Beitrag zur bewegungsbezogenen Transformationsforschung.
Authors
- Lea Frerichs
- Anna Fünfgeld
Publication Details
- Journal
- Forschungsjournal Soziale Bewegungen
- Published
- 2026-06-25
- DOI
- https://doi.org/10.1515/fjsb-2026-2017
- Primary Topic
- Economic and Social Issues
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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