Ein neues anti-dystopisches Wohlstandsnarrativ für soziale Veränderung
Zusammenfassung Historische und aktuelle Entwicklungen zeigen, dass klassische utopische Erzählungen von perfekten Gesellschaften derzeit schwer zu vermitteln sind. Dystopien hingegen – auch wenn sie als Weckruf dienen können – gelten als Ausdruck von Hoffnungslosigkeit und Pessimismus. Doch Anti-Dystopien, als neue Erzählform aus Science-Fiction-Genres wie Climate Fiction, Solarpunk oder Queer SF, eröffnen neue Perspektiven darauf, wie sich Menschen für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und solidarische Gemeinschaften engagieren. Anstelle idealisierter Endzustände entwerfen diese Geschichten konkrete soziale Innovationen, die innerhalb bestehender Strukturen neue Möglichkeitsräume eröffnen und zum kritischen Nachdenken über gesellschaftliche Veränderungen anregen. Im Folgenden möchte ich die Idee der Anti-Dystopie für ein neues Wohlstandsnarrativ einsetzen.
Authors
- Isabella Hermann
Publication Details
- Journal
- Forschungsjournal Soziale Bewegungen
- Published
- 2026-06-25
- DOI
- https://doi.org/10.1515/fjsb-2026-2008
- Primary Topic
- Utopian, Dystopian, and Speculative Fiction
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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