Co-Designing Inclusive Digital Learning Environments

Heutige Schulen stehen vor der doppelten Herausforderung, eine große Vielfalt an textuellen und sprachlichen Praktiken zu integrieren und gleichzeitig eine inklusive Teilhabe für alle Lernenden zu gewährleisten. Digitales Geschichtenerzählen hat sich als vielversprechender Ansatz herausgestellt, um Schüler:innen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen zu befähigen, akademische Inhalte mit ihrer eigenen Stimme zu erkunden (Wu & Chen, 2020). Dieser Beitrag stellt Ergebnisse eines designbasierten Forschungsprojekts (McKenney & Reeves, 2018) vor, das an Grundschulen in Italien, Deutschland und Portugal durchgeführt wurde. Ziel war es, digitales Storytelling zur Förderung inklusiver Praktiken rund um narratives Denken (Bruner, 1991; Herman, 2003) einzusetzen. Die Forschung richtet sich auf zwei zentrale Fragen: Wie lassen sich aus kontextspezifischen inklusiven Praktiken übertragbare Gestaltungsprinzipien ableiten? Und unter welchen Bedingungen werden Peer-Unterstützung und Zusammenarbeit in heterogenen Lernsettings ermöglicht? Aus dieser Untersuchung ging das Konzept der Varied-Level Anchors for Participation (VAPs) hervor – ein Gestaltungsrahmen, der vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in Lernaktivitäten schafft und es Lernenden mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Sprachen und Altersstufen ermöglicht, sinnvoll teilzuhaben. Mittels Interaktionsanalysen von 41 aufgezeichneten Sitzungen sowie ergänzender qualitativer Datenanalyse wurden konkrete Gestaltungselemente identifiziert, die inklusive Beteiligung erleichtern. VAPs tragen dazu bei, Gestaltungsprinzipien zu formulieren und Partizipation neu zu denken – nicht als individuelle Zugänglichkeit, sondern als wechselseitige Beitragsleistung, bei der verschiedene Fähigkeiten für kollektive Ergebnisse essenziell werden. Die Studie leistet einen Beitrag zur inklusiven Bildung, indem sie konkrete Strategien zur Gestaltung von Lernumgebungen bietet, in denen Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Ressource für Zusammenarbeit wirken. Gleichzeitig zeigt sie, wie designbasierte Forschung durch partizipative Innovation die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen kann.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
EDeR Educational Design Research
Published
2026-06-18
DOI
https://doi.org/10.15460/qw66jy79
Primary Topic
Collaborative Teaching and Inclusion
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

Co-Designing Inclusive Digital Learning Environments

Michael Schlauch
EDeR Educational Design Research
Collaborative Teaching and Inclusion
article

Co-Designing Inclusive Digital Learning Environments

Michael Schlauch
article en

Abstract

Heutige Schulen stehen vor der doppelten Herausforderung, eine große Vielfalt an textuellen und sprachlichen Praktiken zu integrieren und gleichzeitig eine inklusive Teilhabe für alle Lernenden zu gewährleisten. Digitales Geschichtenerzählen hat sich als vielversprechender Ansatz herausgestellt, um Schüler:innen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen zu befähigen, akademische Inhalte mit ihrer eigenen Stimme zu erkunden (Wu & Chen, 2020). Dieser Beitrag stellt Ergebnisse eines designbasierten Forschungsprojekts (McKenney & Reeves, 2018) vor, das an Grundschulen in Italien, Deutschland und Portugal durchgeführt wurde. Ziel war es, digitales Storytelling zur Förderung inklusiver Praktiken rund um narratives Denken (Bruner, 1991; Herman, 2003) einzusetzen. Die Forschung richtet sich auf zwei zentrale Fragen: Wie lassen sich aus kontextspezifischen inklusiven Praktiken übertragbare Gestaltungsprinzipien ableiten? Und unter welchen Bedingungen werden Peer-Unterstützung und Zusammenarbeit in heterogenen Lernsettings ermöglicht? Aus dieser Untersuchung ging das Konzept der Varied-Level Anchors for Participation (VAPs) hervor – ein Gestaltungsrahmen, der vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in Lernaktivitäten schafft und es Lernenden mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Sprachen und Altersstufen ermöglicht, sinnvoll teilzuhaben. Mittels Interaktionsanalysen von 41 aufgezeichneten Sitzungen sowie ergänzender qualitativer Datenanalyse wurden konkrete Gestaltungselemente identifiziert, die inklusive Beteiligung erleichtern. VAPs tragen dazu bei, Gestaltungsprinzipien zu formulieren und Partizipation neu zu denken – nicht als individuelle Zugänglichkeit, sondern als wechselseitige Beitragsleistung, bei der verschiedene Fähigkeiten für kollektive Ergebnisse essenziell werden. Die Studie leistet einen Beitrag zur inklusiven Bildung, indem sie konkrete Strategien zur Gestaltung von Lernumgebungen bietet, in denen Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Ressource für Zusammenarbeit wirken. Gleichzeitig zeigt sie, wie designbasierte Forschung durch partizipative Innovation die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen kann.

EDeR Educational Design ResearchVol. 10(2)
Humboldt-Universität zu Berlin (DE)
Quality Education
Openalex Percentile: Top 2%
Collaborative Teaching and Inclusion
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.