Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien

Zusammenfassung Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der Antriebswende im Pkw-Verkehr auf die öffentlichen Einnahmen aus dem motorisierten Individualverkehr in Deutschland – derzeit rund 51,2 Milliarden Euro jährlich. Da der Wechsel zu batterieelektrischen Fahrzeugen die Einnahmen aus der Energiesteuer stark reduzieren wird, entsteht ab etwa 2031 eine erhebliche Einnahmelücke. In einem dynamischen Simulationsmodell vergleichen wir fünf Instrumente zum Ausgleich der Einnahmelücke: Fahrstromsteuer, Pkw-Maut, Vignette, Kfz-Steuererhöhung und Energiesteuererhöhung. Wir ermitteln die jeweilige Abgabenhöhe und vergleichen die Szenarien hinsichtlich Effizienz, Verteilungswirkungen, Planbarkeit, Finanzierung und Transformation. Die Maut schneidet bei der Effizienz am besten ab. Die Fahrstromsteuer ist am wenigsten regressiv. Maut und Vignette bieten hohe Einnahmenplanbarkeit. Nur die Energiesteuererhöhung beschleunigt die Transformation, kann das Einnahmenziel jedoch über 2040 hinaus nicht aufrechterhalten.

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Publication Details

Journal
ORDO
Published
2026-06-19
DOI
https://doi.org/10.1515/ordo-2026-3002
Primary Topic
Energy, Environment, and Transportation Policies
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien

Gernot Sieg, Berthold U. Wigger, Maria Kennel
ORDO
Energy, Environment, and Transportation Policies
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Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien

Gernot Sieg, Berthold U. Wigger, Maria Kennel
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Abstract

Zusammenfassung Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der Antriebswende im Pkw-Verkehr auf die öffentlichen Einnahmen aus dem motorisierten Individualverkehr in Deutschland – derzeit rund 51,2 Milliarden Euro jährlich. Da der Wechsel zu batterieelektrischen Fahrzeugen die Einnahmen aus der Energiesteuer stark reduzieren wird, entsteht ab etwa 2031 eine erhebliche Einnahmelücke. In einem dynamischen Simulationsmodell vergleichen wir fünf Instrumente zum Ausgleich der Einnahmelücke: Fahrstromsteuer, Pkw-Maut, Vignette, Kfz-Steuererhöhung und Energiesteuererhöhung. Wir ermitteln die jeweilige Abgabenhöhe und vergleichen die Szenarien hinsichtlich Effizienz, Verteilungswirkungen, Planbarkeit, Finanzierung und Transformation. Die Maut schneidet bei der Effizienz am besten ab. Die Fahrstromsteuer ist am wenigsten regressiv. Maut und Vignette bieten hohe Einnahmenplanbarkeit. Nur die Energiesteuererhöhung beschleunigt die Transformation, kann das Einnahmenziel jedoch über 2040 hinaus nicht aufrechterhalten.

ORDO
Karlsruhe Institute of Technology (DE), University of Münster (DE)
Openalex Percentile: Top 20%
Energy, Environment, and Transportation Policies
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