Social Anxiety Disorder in Children: Cognitive and Attentional Maintenance Mechanisms Across Social-Evaluative Phases

Diese Dissertation untersucht kognitive und aufmerksamkeitsbezogene Aufrechterhaltungsmechanismen bei Kindern mit Sozialer Angststörung (SAD). Auf Grundlage kognitiv-behavioraler Modelle wird analysiert, wie verzerrte Verarbeitungsprozesse in verschiedenen Phasen sozial evaluativer Situationen auftreten – Antizipation, Performanz und Nachverarbeitung – und inwieweit sie sich durch wiederholte Aufgabenexposition und kurze Unterstützungsstrategien kurzfristig verändern. Vier experimentelle Studien nutzten ein gemeinsames Redeparadigma. Studie 1 untersuchte antizipatorische Aufmerksamkeit mittels Reaktionszeitparadigma und mobilem Eye-Tracking und erfasste frühe soziale Hypervigilanz sowie die Aufmerksamkeitsverteilung zwischen internen (z. B. körperlichen) und externen Hinweisreizen. Studie 2 analysierte Blickverhalten während einer Rede zu zwei Messzeitpunkten mittels mobilen Eye-Trackings. Kinder mit SAD und Kontrollkinder zeigten während der ersten Rede vergleichbare Blickmuster auf Publikums¬gesichter. Bei der zweiten Rede zeigte sich jedoch eine subtile Vermeidung: Kinder mit SAD fixierten Gesichter seltener, insbesondere im höheren Altersbereich. Explorative Analysen deuten darauf hin, dass Unterstützungsstrategien Blickmuster beeinflussen können. Studie 3 untersuchte antizipatorisches Grübeln, selbstfokussierte Aufmerksamkeit und Post-Event-Processing. Diese Prozesse waren bei Kindern mit SAD erhöht, reduzierten sich jedoch teilweise über wiederholte Aufgabenexposition hinweg. Studie 4 analysierte negativ verzerrte Selbstbewertungen während der Performanz. Kinder mit SAD bewerteten ihre Leistung negativer als Kontrollkinder, jedoch verbesserten sich subjektive Bewertungen leicht über die Zeit, ohne entsprechende Beobachterbewertungen. Insgesamt zeigen die Befunde phasenspezifische kognitive und aufmerksamkeitsbezogene Verzerrungen bei kindlicher sozialer Angst sowie eine begrenzte kurzfristige Veränderbarkeit durch wiederholte Exposition.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-06-09
DOI
https://doi.org/10.18452/36833
Primary Topic
Anxiety, Depression, Psychometrics, Treatment, Cognitive Processes
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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ALL TIME
JAN
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JUN
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AUG
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OCT
article

Social Anxiety Disorder in Children: Cognitive and Attentional Maintenance Mechanisms Across Social-Evaluative Phases

Nadine Vietmeier
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Anxiety, Depression, Psychometrics, Treatment, Cognitive Processes
article

Social Anxiety Disorder in Children: Cognitive and Attentional Maintenance Mechanisms Across Social-Evaluative Phases

Nadine Vietmeier
article en

Abstract

Diese Dissertation untersucht kognitive und aufmerksamkeitsbezogene Aufrechterhaltungsmechanismen bei Kindern mit Sozialer Angststörung (SAD). Auf Grundlage kognitiv-behavioraler Modelle wird analysiert, wie verzerrte Verarbeitungsprozesse in verschiedenen Phasen sozial evaluativer Situationen auftreten – Antizipation, Performanz und Nachverarbeitung – und inwieweit sie sich durch wiederholte Aufgabenexposition und kurze Unterstützungsstrategien kurzfristig verändern. Vier experimentelle Studien nutzten ein gemeinsames Redeparadigma. Studie 1 untersuchte antizipatorische Aufmerksamkeit mittels Reaktionszeitparadigma und mobilem Eye-Tracking und erfasste frühe soziale Hypervigilanz sowie die Aufmerksamkeitsverteilung zwischen internen (z. B. körperlichen) und externen Hinweisreizen. Studie 2 analysierte Blickverhalten während einer Rede zu zwei Messzeitpunkten mittels mobilen Eye-Trackings. Kinder mit SAD und Kontrollkinder zeigten während der ersten Rede vergleichbare Blickmuster auf Publikums¬gesichter. Bei der zweiten Rede zeigte sich jedoch eine subtile Vermeidung: Kinder mit SAD fixierten Gesichter seltener, insbesondere im höheren Altersbereich. Explorative Analysen deuten darauf hin, dass Unterstützungsstrategien Blickmuster beeinflussen können. Studie 3 untersuchte antizipatorisches Grübeln, selbstfokussierte Aufmerksamkeit und Post-Event-Processing. Diese Prozesse waren bei Kindern mit SAD erhöht, reduzierten sich jedoch teilweise über wiederholte Aufgabenexposition hinweg. Studie 4 analysierte negativ verzerrte Selbstbewertungen während der Performanz. Kinder mit SAD bewerteten ihre Leistung negativer als Kontrollkinder, jedoch verbesserten sich subjektive Bewertungen leicht über die Zeit, ohne entsprechende Beobachterbewertungen. Insgesamt zeigen die Befunde phasenspezifische kognitive und aufmerksamkeitsbezogene Verzerrungen bei kindlicher sozialer Angst sowie eine begrenzte kurzfristige Veränderbarkeit durch wiederholte Exposition.

edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Reduced inequalities
Openalex Percentile: Top 4%
Anxiety, Depression, Psychometrics, Treatment, Cognitive Processes
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