Works in Process: Exhibiting Contemporary Biology Online

Wissenschaftliche Ausstellungen dienen seit jeher zur Veranschaulichung und Erörterung der Wunder dieser Welt, um die stetig wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und deren Zusammenhänge der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierbei mangelt es den gegenwärtigen Ausstellungen jedoch zunehmend an der geeigneten Darstellungsweise, um die in der Biologie immer präziseren, im Labor beobachteten Phänomene adäquat zu präsentieren, welche folglich nur wenig Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Gegebenheit aufweisen. Dies stellt eine große Herausforderung für die Ausstellungsmacher/-innen der aktuellen biologischen Forschung dar. Diese Arbeit greift die daraus resultierenden Problemstellungen des Kuratierens jener anhand der Untersuchung eines praxisorientierten Ansatzes auf. In den ersten Kapiteln dieser Arbeit werden biologische Forschungs- und Ausstellungspraktiken untersucht und in einen historischen Kontext gestellt. Aus dieser Studie wird ein theoretischer Rahmen abgeleitet und in der EvoCELL-Fallstudie angewandt. Diese widmet sich der kuratorischen Praxis der Autorin dieser Arbeit, welche die Entwicklung einer Online-Ausstellung über die Forschung des EvoCELL-Netzwerks beinhaltet. Die Arbeit befasst sich mit den divergierenden Charakteristika von statischen, musealen Ausstellungen und dynamischen Forschungsprozessen, physischen Objekten und digitalen Visualisierungen sowie beobachtbaren Fakten und abstrakten Theorien. Durch die Erarbeitung eines tiefgreifenden Verständnisses dieser Gegensätze, werden kuratorische Strategien für die Online-Ausstellung gegenwärtiger biologischer Forschungsprojekte vorgelegt. Auf diese Weise schlägt die Arbeit eine Brücke zwischen dem theoretischen Diskurs über Ausstellungspraxis und ihrer praktischen Anwendung. Die Dissertation liefert ein stichhaltiges Beispielkonzept dafür, wie sich die Ausstellungspraxis von der Darstellung der Wissenschaft als ein linearer Verlauf hin zur Wissenschaft als ein dynamischer Prozess entwickeln kann, wodurch wissenschaftliche Ausstellungen wieder in Einklang mit der gegenwärtigen Biologie gebracht werden.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-05-29
DOI
https://doi.org/10.18452/37543
Primary Topic
Libraries and Information Services
Type
article
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Works in Process: Exhibiting Contemporary Biology Online

Siri Kellner
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
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Works in Process: Exhibiting Contemporary Biology Online

Siri Kellner
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Abstract

Wissenschaftliche Ausstellungen dienen seit jeher zur Veranschaulichung und Erörterung der Wunder dieser Welt, um die stetig wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und deren Zusammenhänge der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierbei mangelt es den gegenwärtigen Ausstellungen jedoch zunehmend an der geeigneten Darstellungsweise, um die in der Biologie immer präziseren, im Labor beobachteten Phänomene adäquat zu präsentieren, welche folglich nur wenig Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Gegebenheit aufweisen. Dies stellt eine große Herausforderung für die Ausstellungsmacher/-innen der aktuellen biologischen Forschung dar. Diese Arbeit greift die daraus resultierenden Problemstellungen des Kuratierens jener anhand der Untersuchung eines praxisorientierten Ansatzes auf. In den ersten Kapiteln dieser Arbeit werden biologische Forschungs- und Ausstellungspraktiken untersucht und in einen historischen Kontext gestellt. Aus dieser Studie wird ein theoretischer Rahmen abgeleitet und in der EvoCELL-Fallstudie angewandt. Diese widmet sich der kuratorischen Praxis der Autorin dieser Arbeit, welche die Entwicklung einer Online-Ausstellung über die Forschung des EvoCELL-Netzwerks beinhaltet. Die Arbeit befasst sich mit den divergierenden Charakteristika von statischen, musealen Ausstellungen und dynamischen Forschungsprozessen, physischen Objekten und digitalen Visualisierungen sowie beobachtbaren Fakten und abstrakten Theorien. Durch die Erarbeitung eines tiefgreifenden Verständnisses dieser Gegensätze, werden kuratorische Strategien für die Online-Ausstellung gegenwärtiger biologischer Forschungsprojekte vorgelegt. Auf diese Weise schlägt die Arbeit eine Brücke zwischen dem theoretischen Diskurs über Ausstellungspraxis und ihrer praktischen Anwendung. Die Dissertation liefert ein stichhaltiges Beispielkonzept dafür, wie sich die Ausstellungspraxis von der Darstellung der Wissenschaft als ein linearer Verlauf hin zur Wissenschaft als ein dynamischer Prozess entwickeln kann, wodurch wissenschaftliche Ausstellungen wieder in Einklang mit der gegenwärtigen Biologie gebracht werden.

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