Reorganization of Bio-Based Innovations Towards Inclusion: Insights Into Responses, Constraints, and Governance Challenges

Das Konzept der Bioökonomie wurde als Lösung für Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung propagiert. Aufgrund enttäuschter Erwartungen und kritischer Bewertungen stehen Bioökonomie und biobasierte Innovationen jedoch unter Druck und bedürfen einer Reorganisation. Dabei fordern gesellschaftliche Akteure eine stärkere Einbeziehung unterschiedlicher Interessen und Perspektiven. Die Dissertation untersucht deshalb die Reorganisation der Bioökonomie im europäischen Kontext sowie die anaerobe Vergärung in Deutschland mit Fokus auf Inklusion. Die Arbeit analysiert Governance-Herausforderungen, Reaktionen von Innovationen und Akteuren auf Reorganisationsdruck sowie Bedingungen, die diese Prozesse beeinflussen. Der erste Artikel untersucht Strategien der EU und ihrer Mitgliedstaaten und zeigt, dass Inklusion vor allem als Verteilungsfrage verstanden wird, während kontinuierliches Wirtschaftswachstum kaum hinterfragt wird. Der zweite Artikel analysiert deutsche Biogas-Interessengruppen, die bestehende wirtschaftliche und institutionelle Strukturen schützen, zugleich aber schrittweise Veränderungen fördern. Der dritte Artikel zeigt Grenzen der Stakeholder-Inklusion in Biomethanprojekten: Trotz Beteiligungsprozessen führen politische Rahmenbedingungen, Machtverhältnisse und unterschiedliche Erwartungen zu wahrgenommener Ausgrenzung lokaler Akteure. Die Synthese zeigt, dass biobasierte Innovationen überwiegend schrittweise reorganisiert werden. Hemmnisse für eine inklusive Reorganisation liegen sowohl in etablierten Strukturen und externen Rahmenbedingungen als auch innerhalb der Innovationen selbst. Für eine inklusive Governance sind daher Reflexion, Anpassungsfähigkeit, Stakeholder-Beteiligung und die Berücksichtigung politischer Machtverhältnisse entscheidend. Beide Dimensionen von Inklusion – breiter Zugang sowie die kritische Hinterfragung bestehender Annahmen – sind notwendig, um einen gerechten Wandel zu ermöglichen.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-05-22
DOI
https://doi.org/10.18452/37438
Primary Topic
Bioeconomy and Sustainability Development
Type
article
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article

Reorganization of Bio-Based Innovations Towards Inclusion: Insights Into Responses, Constraints, and Governance Challenges

Hyunjin Park
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Bioeconomy and Sustainability Development
article

Reorganization of Bio-Based Innovations Towards Inclusion: Insights Into Responses, Constraints, and Governance Challenges

Hyunjin Park
article en

Abstract

Das Konzept der Bioökonomie wurde als Lösung für Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung propagiert. Aufgrund enttäuschter Erwartungen und kritischer Bewertungen stehen Bioökonomie und biobasierte Innovationen jedoch unter Druck und bedürfen einer Reorganisation. Dabei fordern gesellschaftliche Akteure eine stärkere Einbeziehung unterschiedlicher Interessen und Perspektiven. Die Dissertation untersucht deshalb die Reorganisation der Bioökonomie im europäischen Kontext sowie die anaerobe Vergärung in Deutschland mit Fokus auf Inklusion. Die Arbeit analysiert Governance-Herausforderungen, Reaktionen von Innovationen und Akteuren auf Reorganisationsdruck sowie Bedingungen, die diese Prozesse beeinflussen. Der erste Artikel untersucht Strategien der EU und ihrer Mitgliedstaaten und zeigt, dass Inklusion vor allem als Verteilungsfrage verstanden wird, während kontinuierliches Wirtschaftswachstum kaum hinterfragt wird. Der zweite Artikel analysiert deutsche Biogas-Interessengruppen, die bestehende wirtschaftliche und institutionelle Strukturen schützen, zugleich aber schrittweise Veränderungen fördern. Der dritte Artikel zeigt Grenzen der Stakeholder-Inklusion in Biomethanprojekten: Trotz Beteiligungsprozessen führen politische Rahmenbedingungen, Machtverhältnisse und unterschiedliche Erwartungen zu wahrgenommener Ausgrenzung lokaler Akteure. Die Synthese zeigt, dass biobasierte Innovationen überwiegend schrittweise reorganisiert werden. Hemmnisse für eine inklusive Reorganisation liegen sowohl in etablierten Strukturen und externen Rahmenbedingungen als auch innerhalb der Innovationen selbst. Für eine inklusive Governance sind daher Reflexion, Anpassungsfähigkeit, Stakeholder-Beteiligung und die Berücksichtigung politischer Machtverhältnisse entscheidend. Beide Dimensionen von Inklusion – breiter Zugang sowie die kritische Hinterfragung bestehender Annahmen – sind notwendig, um einen gerechten Wandel zu ermöglichen.

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