Navigating Complexity: Enhancing Communication Quality at the Science-Policy Interface

Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen. Trotz wahrgenommener gesellschaftlicher Skepsis bleibt das Vertrauen in die Wissenschaft hoch – nicht zuletzt aufgrund ihrer strengen Qualitätssicherungsstandards und institutionellen Autonomie. Insbesondere in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, technologische Innovationen und Gesundheitspolitik bleibt sie eine unverzichtbare Wissensquelle. Die Covid-19-Pandemie hat jedoch grundlegende Probleme in der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik offengelegt, darunter Fragen der Transparenz, Unabhängigkeit, Effizienz und Qualität wissenschaftlicher Politikberatung. Diese Dissertation untersucht die Kommunikationsprozesse zwischen akademischer Forschung und politischen Entscheidungsträgern in Deutschland – einem Land mit einer besonders komplexen Beratungslandschaft. Im Mittelpunkt steht eine detaillierte Analyse der Kommunikationsabläufe, Herausforderungen und Qualitätserwartungen in zwei sehr unterschiedlichen Beratungssettings: (1) dem etablierten und innovativen Bereich der wissenschaftspolitischen Interaktionen in der Nachhaltigkeitspolitik sowie (2) der wissenschaftlichen Politikberatung auf kommunaler Ebene – einem bislang wenig erforschten Feld. Die Arbeit reflektiert Strategien, um den divergierenden Erwartungen verschiedener Akteure im wissenschaftspolitischen Prozess gerecht zu werden. Die Ergebnisse zeigen den Mehrwert professioneller Mediation an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik angesichts der steigenden Komplexität dieser Kommunikation. Gleichzeitig diskutiert die Dissertation unvermeidbare Wertekonflikte zwischen beiden Bereichen – Konflikte, die auch durch gute institutionelle und personelle Unterstützung nicht vollständig auflösbar sind. Abschließend unterstreicht die Arbeit die zentrale Bedeutung transparenter Qualitätskriterien für eine effektive Kommunikation.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-05-12
DOI
https://doi.org/10.18452/37091
Primary Topic
Climate Change Communication and Perception
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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ALL TIME
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article

Navigating Complexity: Enhancing Communication Quality at the Science-Policy Interface

Nataliia Sokolovska
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Climate Change Communication and Perception
article

Navigating Complexity: Enhancing Communication Quality at the Science-Policy Interface

Nataliia Sokolovska
article en

Abstract

Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen. Trotz wahrgenommener gesellschaftlicher Skepsis bleibt das Vertrauen in die Wissenschaft hoch – nicht zuletzt aufgrund ihrer strengen Qualitätssicherungsstandards und institutionellen Autonomie. Insbesondere in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, technologische Innovationen und Gesundheitspolitik bleibt sie eine unverzichtbare Wissensquelle. Die Covid-19-Pandemie hat jedoch grundlegende Probleme in der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik offengelegt, darunter Fragen der Transparenz, Unabhängigkeit, Effizienz und Qualität wissenschaftlicher Politikberatung. Diese Dissertation untersucht die Kommunikationsprozesse zwischen akademischer Forschung und politischen Entscheidungsträgern in Deutschland – einem Land mit einer besonders komplexen Beratungslandschaft. Im Mittelpunkt steht eine detaillierte Analyse der Kommunikationsabläufe, Herausforderungen und Qualitätserwartungen in zwei sehr unterschiedlichen Beratungssettings: (1) dem etablierten und innovativen Bereich der wissenschaftspolitischen Interaktionen in der Nachhaltigkeitspolitik sowie (2) der wissenschaftlichen Politikberatung auf kommunaler Ebene – einem bislang wenig erforschten Feld. Die Arbeit reflektiert Strategien, um den divergierenden Erwartungen verschiedener Akteure im wissenschaftspolitischen Prozess gerecht zu werden. Die Ergebnisse zeigen den Mehrwert professioneller Mediation an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik angesichts der steigenden Komplexität dieser Kommunikation. Gleichzeitig diskutiert die Dissertation unvermeidbare Wertekonflikte zwischen beiden Bereichen – Konflikte, die auch durch gute institutionelle und personelle Unterstützung nicht vollständig auflösbar sind. Abschließend unterstreicht die Arbeit die zentrale Bedeutung transparenter Qualitätskriterien für eine effektive Kommunikation.

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