Transgenerationale Traumata und Ressourcen in meiner Ursprungsfamilie

Zusammenfassung Spätestens seit den 1980er Jahren sind die seelischen Folgen der Shoah und des Zweiten Weltkrieges Gegenstand psychoanalytischer Forschung. Seither rückt auch das Phänomen transgenerationaler Traumata vermehrt in den Blickpunkt von Theorie und Praxis. Im vorliegenden Text werden die existenziellen Bedrohungen skizziert, denen die Großmutter und Mutter der Autorin während der beiden Weltkriege und der NS-Herrschaft ausgesetzt waren. Geschildert werden auch die familiären Ressourcen, die es der Familie ermöglichten, ihren Traumatisierungen zu begegnen. Liebevolle Bindungen zwischen den jeweiligen Elternpaaren und ihren Kindern sowie gegenseitiges Verständnis, in dem versucht wurde, unterschiedliche Standpunkte zu verstehen, bezeichnet die Autorin als das Vermächtnis ihrer Ahninnen. Besonders betont sie die große Freude sowie die Nächstenliebe und Spiritualität, die in ihrer Ursprungsfamilie trotz der extremen Belastungen gelebt wurden. Beschrieben wird, dass es zu einem großen Teil auch von den Ressourcen von traumatisierten Menschen abhängt, inwieweit die erlittenen Ereignisse und die damit verbundenen Ängste in die Psyche ihrer Kinder und Kindeskinder eindringen.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
Spiritual Care
Published
2026-05-08
DOI
https://doi.org/10.1515/spircare-2025-0109
Primary Topic
Memory, History, Trauma, Identity
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Transgenerationale Traumata und Ressourcen in meiner Ursprungsfamilie

Christa Schmidt
Spiritual Care
Memory, History, Trauma, Identity
article

Transgenerationale Traumata und Ressourcen in meiner Ursprungsfamilie

Christa Schmidt
article en

Abstract

Zusammenfassung Spätestens seit den 1980er Jahren sind die seelischen Folgen der Shoah und des Zweiten Weltkrieges Gegenstand psychoanalytischer Forschung. Seither rückt auch das Phänomen transgenerationaler Traumata vermehrt in den Blickpunkt von Theorie und Praxis. Im vorliegenden Text werden die existenziellen Bedrohungen skizziert, denen die Großmutter und Mutter der Autorin während der beiden Weltkriege und der NS-Herrschaft ausgesetzt waren. Geschildert werden auch die familiären Ressourcen, die es der Familie ermöglichten, ihren Traumatisierungen zu begegnen. Liebevolle Bindungen zwischen den jeweiligen Elternpaaren und ihren Kindern sowie gegenseitiges Verständnis, in dem versucht wurde, unterschiedliche Standpunkte zu verstehen, bezeichnet die Autorin als das Vermächtnis ihrer Ahninnen. Besonders betont sie die große Freude sowie die Nächstenliebe und Spiritualität, die in ihrer Ursprungsfamilie trotz der extremen Belastungen gelebt wurden. Beschrieben wird, dass es zu einem großen Teil auch von den Ressourcen von traumatisierten Menschen abhängt, inwieweit die erlittenen Ereignisse und die damit verbundenen Ängste in die Psyche ihrer Kinder und Kindeskinder eindringen.

Spiritual Care
Praxis (EE)
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Memory, History, Trauma, Identity
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