Braucht das gute Leben Sinn?
Zusammenfassung Die Studie untersucht, ob und inwiefern ein gutes Leben Sinn benötigt, und nimmt dazu Susan Wolfs Sinnphilosophie aus theologischer Perspektive in den Blick. Ausgangspunkt ist die Diagnose, dass moderne Sinnfragen dort plausibel werden, wo umfassende Sinnordnungen fraglich geworden sind. Im Kontext des Meaning - in - life -Diskurses rekonstruiert der Beitrag Wolfs „Fitting Fulfillment View“, der zufolge Sinn entsteht, wenn subjektive Hingabe auf objektive Werthaftigkeit trifft. Wolfs Ansatz wird vor dem Hintergrund von Wertpluralismus, Moralismus-Kritik, Frankfurts Liebesbegriff und Nagels Absurditätsanalyse profiliert. Kritisch diskutiert werden insbesondere Wolfs Annahme objektiver Werte sowie die methodischen Grenzen des intuition pumpings . Abschließend entwickelt die Studie Anschlussmöglichkeiten für eine lebensweltlich sensible, nicht totalisierende theologische Sinnhermeneutik, die weltanschauliche Hintergrundimaginationen reflektiert.
Authors
- Mario Berkefeld
Institutions
- Ludwig-Maximilians-Universität München (DE)
Publication Details
- Journal
- Zeitschrift für Evangelische Ethik
- Published
- 2026-04-29
- DOI
- https://doi.org/10.1515/zee-2026-2006
- Primary Topic
- Religion, Theology, and Education
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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