Das Vermächtnis der institutionellen Versorgung von Menschen mit Behinderungen: Organisationen und Interessenvertretung im Politikfeld Wohnen

Zusammenfassung In Österreich ist Deinstitutionalisierung ein komplexer und fragmentierter Prozess, der zu subnationaler Heterogenität in der Wohnversorgung von Menschen mit Behinderungen geführt hat. Viele Menschen mit Behinderungen wohnen nach wie vor in institutionellen Wohnformen, die Fremdbestimmung, Segregation und eingeschränkte Wahlmöglichkeiten aufweisen. Nachfolgende Arbeit untersucht mithilfe von Bundesländerfallstudien und einem subnationalen Vergleich die Einflussfaktoren und Dynamiken, die den Wandel zu inklusiven, gemeindenahen Wohnkonzepten hemmen oder fördern. Dabei werden Policy Legacies und zentrale Akteure wie Behindertenorganisationen und Leistungsträger analysiert, um ihre Rollen, Interessen und Einflussmöglichkeiten zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Umsetzungsstand der Deinstitutionalisierung umso höher ist, je schwächer die beharrenden Policy Legacies, je pluraler und innovationsfreudiger sich die Trägerlandschaft gestaltet und je strukturierter die Beteiligung von Behindertenorganisationen erfolgt.

Authors

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Publication Details

Journal
Zeitschrift für Sozialreform
Published
2026-04-14
DOI
https://doi.org/10.1515/zsr-2025-0007
Primary Topic
Down syndrome and intellectual disability research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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Das Vermächtnis der institutionellen Versorgung von Menschen mit Behinderungen: Organisationen und Interessenvertretung im Politikfeld Wohnen

Melanie Schaur
Zeitschrift für Sozialreform
Down syndrome and intellectual disability research
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Das Vermächtnis der institutionellen Versorgung von Menschen mit Behinderungen: Organisationen und Interessenvertretung im Politikfeld Wohnen

Melanie Schaur
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Abstract

Zusammenfassung In Österreich ist Deinstitutionalisierung ein komplexer und fragmentierter Prozess, der zu subnationaler Heterogenität in der Wohnversorgung von Menschen mit Behinderungen geführt hat. Viele Menschen mit Behinderungen wohnen nach wie vor in institutionellen Wohnformen, die Fremdbestimmung, Segregation und eingeschränkte Wahlmöglichkeiten aufweisen. Nachfolgende Arbeit untersucht mithilfe von Bundesländerfallstudien und einem subnationalen Vergleich die Einflussfaktoren und Dynamiken, die den Wandel zu inklusiven, gemeindenahen Wohnkonzepten hemmen oder fördern. Dabei werden Policy Legacies und zentrale Akteure wie Behindertenorganisationen und Leistungsträger analysiert, um ihre Rollen, Interessen und Einflussmöglichkeiten zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Umsetzungsstand der Deinstitutionalisierung umso höher ist, je schwächer die beharrenden Policy Legacies, je pluraler und innovationsfreudiger sich die Trägerlandschaft gestaltet und je strukturierter die Beteiligung von Behindertenorganisationen erfolgt.

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