Evidenz‐ und konsensbasierte (S3) Leitlinie: Lichen sclerosus

Zusammenfassung Die deutschsprachige, konsens‐ und evidenzbasierte S3‐Leitlinie zum Lichen sclerosus (LS) wurde unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V . (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V . (DGGG) auf Basis der europäischen „EuroGuiDerm Guideline on lichen sclerosus“ entwickelt. Besonderes Augenmerk galt dabei der Anpassung an die medizinischen Versorgungssituation im deutschsprachigen Raum. Das interdisziplinäre Leitliniengremium umfasste 24 Experten aus 16 Fachgesellschaften und schloss auch Patientenvertreter aktiv in den Entwicklungsprozess ein. Die Leitlinie enthält unter anderem umfassende Empfehlungen zur Diagnostik, zum Patientenmanagement, zur Nachsorge und Patientenschulung sowie zur Therapie des genitalen und extragenitalen LS bei Frauen, Männern, Mädchen und Jungen. Unabhängig von Alter und Geschlecht gelten ultrapotente oder potente topische Glukokortikoide in Kombination mit pflegenden Externa weiterhin als Standardtherapie des genitalen LS. Bei unzureichendem Ansprechen auf diese Therapie ist bei männlichen Patienten mit LS bedingter Phimose eine Zirkumzision mit vollständiger Entfernung der Vorhaut indiziert. Für den extragenitalen LS wird ergänzend zur topischen Therapie eine Phototherapie mit UV‐Licht empfohlen. Topische Calcineurininhibitioren können als Zweitlinientherapie zum Einsatz kommen.

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Journal
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Published
2026-04-01
DOI
https://doi.org/10.1111/ddg.70000x
Primary Topic
Genital Health and Disease
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Evidenz‐ und konsensbasierte (S3) Leitlinie: Lichen sclerosus

Bettina Fischer, Andreas R. Günthert, Gerda Trutnovsky, Gerhard Weyandt et al.
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Genital Health and Disease
article

Evidenz‐ und konsensbasierte (S3) Leitlinie: Lichen sclerosus

Bettina Fischer, Andreas R. Günthert, Gerda Trutnovsky, Gerhard Weyandt, Felix Neis, Gudula Kirtschig, Christine Hirchenhain, Maria Kinberger, Anne-Rose Schardt, Bartosz Malisiewicz, Susanne Fricke‐Otto, Regina Renner, C. Günther, Ines Schweizer, Alexander Kreuter, Martin Promm, Ricardo Niklas Werner, Agnes Wand, Hagen Ott, D M O'Dey, Narayani Helga Köllmann, Karl Becker, Alexandra Ciresa‐König, Linn Woelber, Raimund Stein, Jan Ter‐Nedden
article en

Abstract

Zusammenfassung Die deutschsprachige, konsens‐ und evidenzbasierte S3‐Leitlinie zum Lichen sclerosus (LS) wurde unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V . (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V . (DGGG) auf Basis der europäischen „EuroGuiDerm Guideline on lichen sclerosus“ entwickelt. Besonderes Augenmerk galt dabei der Anpassung an die medizinischen Versorgungssituation im deutschsprachigen Raum. Das interdisziplinäre Leitliniengremium umfasste 24 Experten aus 16 Fachgesellschaften und schloss auch Patientenvertreter aktiv in den Entwicklungsprozess ein. Die Leitlinie enthält unter anderem umfassende Empfehlungen zur Diagnostik, zum Patientenmanagement, zur Nachsorge und Patientenschulung sowie zur Therapie des genitalen und extragenitalen LS bei Frauen, Männern, Mädchen und Jungen. Unabhängig von Alter und Geschlecht gelten ultrapotente oder potente topische Glukokortikoide in Kombination mit pflegenden Externa weiterhin als Standardtherapie des genitalen LS. Bei unzureichendem Ansprechen auf diese Therapie ist bei männlichen Patienten mit LS bedingter Phimose eine Zirkumzision mit vollständiger Entfernung der Vorhaut indiziert. Für den extragenitalen LS wird ergänzend zur topischen Therapie eine Phototherapie mit UV‐Licht empfohlen. Topische Calcineurininhibitioren können als Zweitlinientherapie zum Einsatz kommen.

JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen GesellschaftVol. 24(4)
Esslingen University of Applied Sciences (DE), Heidelberg University (DE), Eppendorf (Germany) (DE), University Hospital Heidelberg (DE), Bayreuth Medical Center (DE), Alice-Salomon-Hochschule Berlin (DE), Humboldt-Universität zu Berlin (DE), Klinik für Frauenheilkunde (DE), Sana Kliniken Duisburg (DE), Universitätsklinikum Tübingen (DE), Helios Klinikum Krefeld (DE), Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (AT), Klinikum Esslingen (DE), Luzerner Kantonsspital (CH), HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen (DE), Krankenhaus Barmherzige Brüder (DE), Luisenhospital Aachen (DE), Pathologie Hamburg-West (DE), Praxis für Humangenetik (DE), BG Klinikum Duisburg (DE), Zentrum für Kinderheilkunde (DE), Orthopädische Praxis (DE), Krankenhaus Jerusalem (DE), Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik (DE), Kantonsspital Frauenfeld (CH), Ludwig-Maximilians-Universität München (DE), Praxis (EE)
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