Deutschland als europäische Macht und die Zukunft des internationalen Staatensystems

Zusammenfassung Die geopolitischen Umbrüche der Gegenwart haben erneut die Frage nach Deutschlands Rolle in Europa im Zusammenhang mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ins Zentrum einer Reihe von zeitgeschichtlichen Veröffentlichungen gestellt, die an der Schnittstelle zwischen Geschichtswissenschaft, politischer Wissenschaft und Völkerrecht angesiedelt sind. Diese Neuerscheinungen haben Deutschlands strategische Lage und den Wandel des internationalen Systems zum Gegenstand, sie ziehen zugleich den großen Bogen, indem sie nicht nur die Debatte über Deutschland als europäische Macht, die deutsche Frage im 20. und 21. Jahrhundert, die Renaissance militärischer Gewalt als Instrument bei der Verfolgung politischer Ziele, sondern auch die Frage nach der Zukunft der liberalen Ordnung, den Grundlagen der Demokratie im 21. Jahrhundert, dem Verhältnis zwischen Europa und Amerika und der Zukunft des Westens aufgreifen. Der Text nimmt die These, die Herfried Münkler in seinem jüngsten Buch „Macht im Umbruch“ aufgestellt hat, zum Ausgangspunkt, wonach Geopolitik im Zuge der Umbrüche und Veränderungen der letzten zehn Jahre einen bemerkenswerten Aufstieg erfahren habe, und er beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, ob Deutschland eine Führungsrolle in der EU übernommen hat bzw. übernehmen kann. Am Beispiel der Bewertung Russlands und der Analyse des Verhältnisses zu Russland werden die Fehler der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik deutlich gemacht.

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Journal
Historische Zeitschrift
Published
2026-04-01
DOI
https://doi.org/10.1515/hzhz-2026-0010
Primary Topic
European and Russian Geopolitical Military Strategies
Type
article
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Deutschland als europäische Macht und die Zukunft des internationalen Staatensystems

Ulrich Schlie
Historische Zeitschrift
European and Russian Geopolitical Military Strategies
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Deutschland als europäische Macht und die Zukunft des internationalen Staatensystems

Ulrich Schlie
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Abstract

Zusammenfassung Die geopolitischen Umbrüche der Gegenwart haben erneut die Frage nach Deutschlands Rolle in Europa im Zusammenhang mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ins Zentrum einer Reihe von zeitgeschichtlichen Veröffentlichungen gestellt, die an der Schnittstelle zwischen Geschichtswissenschaft, politischer Wissenschaft und Völkerrecht angesiedelt sind. Diese Neuerscheinungen haben Deutschlands strategische Lage und den Wandel des internationalen Systems zum Gegenstand, sie ziehen zugleich den großen Bogen, indem sie nicht nur die Debatte über Deutschland als europäische Macht, die deutsche Frage im 20. und 21. Jahrhundert, die Renaissance militärischer Gewalt als Instrument bei der Verfolgung politischer Ziele, sondern auch die Frage nach der Zukunft der liberalen Ordnung, den Grundlagen der Demokratie im 21. Jahrhundert, dem Verhältnis zwischen Europa und Amerika und der Zukunft des Westens aufgreifen. Der Text nimmt die These, die Herfried Münkler in seinem jüngsten Buch „Macht im Umbruch“ aufgestellt hat, zum Ausgangspunkt, wonach Geopolitik im Zuge der Umbrüche und Veränderungen der letzten zehn Jahre einen bemerkenswerten Aufstieg erfahren habe, und er beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, ob Deutschland eine Führungsrolle in der EU übernommen hat bzw. übernehmen kann. Am Beispiel der Bewertung Russlands und der Analyse des Verhältnisses zu Russland werden die Fehler der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik deutlich gemacht.

Historische ZeitschriftVol. 322(2)
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European and Russian Geopolitical Military Strategies
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