Unwiderleglich widerleglich? – Zu den Auswirkungen der Svema-Trade-Entscheidung des EuGH auf die Angemessenheitsvermutung des § 39a Abs. 3 Satz 3 WpÜG
Zusammenfassung Der Svema-Trade-Entscheidung des EuGH zufolge kann die in Art. 15 Abs.5 Unterabs. 3 Übernahme-RL aufgestellte Vermutung der Angemessenheit der Gegenleistung unter gewissen Umständen und Voraussetzungen widerlegt werden. Diese Entscheidung wirkt sich auch auf die Auslegung der Angemessenheitsvermutung im Rahmen des übernahmerechtlichen Squeezeout nach deutschem Recht aus. Im Hinblick auf deren (rechtliche) Wirkung wird bis heute uneinheitlich beurteilt, ob § 39a Abs. 3 Satz 3 WpÜG als widerlegliche oder unwiderlegliche Vermutung zu begreifen ist. Vor diesem Hintergrund befasst sich der vorliegende Beitrag mit den wesentlichen Aspekten der Svema- Trade-Entscheidung und beleuchtet die Auswirkungen des Urteils auf die Auslegung des § 39a Abs. 3 Satz 3 WpÜG und die hiermit verbundenen Praxisfolgen.
Authors
- Philipp Elixmann
- Andreas Merkner
Publication Details
- Journal
- Die Aktiengesellschaft
- Published
- 2026-04-01
- DOI
- https://doi.org/10.9785/ag-2026-710708
- Primary Topic
- European and International Contract Law
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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