Phytochemical comparison of Galium sp. and exploration of their anti-inflammatory properties

Vertreter der Gattung Galium L. werden in der traditionellen Volksmedizin aufgrund ihrer antioxidativen, entzündungshemmenden, immunmodulatorischen und antimikrobiellen Eigenschaften, sowie zur Behandlung von Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts und zur Wundheilung eingesetzten. Trotz der ethnopharmakologischen Bedeutung dieser Pflanzengattung blieben das phytochemische Profil und das pharmakologische Potenzial einiger österreichischer Galium-Arten bislang unzureichend untersucht. Ziel dieser Arbeit war es daher, die Inhaltsstoffe umfassend untersuchter Arten wie G. aparine, G. odoratum und G. album vergleichend zu analysieren und gleichzeitig besonderen Schwerpunkt auf die bislang weniger erforschte Art G. sylvaticum zu legen. Methanolische Extrakte der oberirdischen Pflanzenteile wurden einer Flüssig-Flüssig Verteilung (LLE) unterzogen, um Fraktionen mit unterschiedlichen, polaritätsabhängigen Stoffzusammensetzung zu erhalten. Chromatographische Methoden, darunter Dünnschichtchromatographie (TLC) und Ultra Hochleistungsflüssigchromatographie (UHPLC-UV-ELSD/MS), dienten zur Erstellung der Annotation der enthaltenen Substanzen. Der Ethylacetat/n-Butanol Extrakt von G. sylvaticum wurde schließlich mittels Verteilungschromatographie (HPCCC) weiter fraktioniert, wodurch eine gezielte Anreicherung spezifischer Verbindungen erreicht werden konnten. Die Ergebnisse zeigten eine weitgehende Ähnlichkeit mit bekannten Galium-Arten, wobei Flavonoide (z.B. Rutin), Phenole/Hydroxyzimtsäure-Derivate (z.B. Chlorogensäure) und Iridoide (z.B. Asperulosid) als Hauptinhaltsstoffe identifiziert wurden. Mittels eines HUVEC/PBMC-Zelladhäsionsassays konnten im Rahmen dieser Arbeit potenzielle entzündungshemmende Eigenschaften der hergestellten Galium-Extrakte und Fraktionen gezeigt werden. Insgesamt lieferte diese Studie Einblicke in die chemische Zusammensetzung ausgewählter, in Österreich heimischer Galium-Arten und deckte mehrere Sekundärmetaboliten der bislang wenig erforschten Art G. sylvaticum auf.

Authors

Publication Details

Journal
University of Vienna
Published
2026-01-01
DOI
https://doi.org/10.25365/thesis.80682
Primary Topic
Thallium and Germanium Studies
Type
article
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Phytochemical comparison of Galium sp. and exploration of their anti-inflammatory properties

Lorenz Widhalm
University of Vienna
Thallium and Germanium Studies
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Phytochemical comparison of Galium sp. and exploration of their anti-inflammatory properties

Lorenz Widhalm
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Abstract

Vertreter der Gattung Galium L. werden in der traditionellen Volksmedizin aufgrund ihrer antioxidativen, entzündungshemmenden, immunmodulatorischen und antimikrobiellen Eigenschaften, sowie zur Behandlung von Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts und zur Wundheilung eingesetzten. Trotz der ethnopharmakologischen Bedeutung dieser Pflanzengattung blieben das phytochemische Profil und das pharmakologische Potenzial einiger österreichischer Galium-Arten bislang unzureichend untersucht. Ziel dieser Arbeit war es daher, die Inhaltsstoffe umfassend untersuchter Arten wie G. aparine, G. odoratum und G. album vergleichend zu analysieren und gleichzeitig besonderen Schwerpunkt auf die bislang weniger erforschte Art G. sylvaticum zu legen. Methanolische Extrakte der oberirdischen Pflanzenteile wurden einer Flüssig-Flüssig Verteilung (LLE) unterzogen, um Fraktionen mit unterschiedlichen, polaritätsabhängigen Stoffzusammensetzung zu erhalten. Chromatographische Methoden, darunter Dünnschichtchromatographie (TLC) und Ultra Hochleistungsflüssigchromatographie (UHPLC-UV-ELSD/MS), dienten zur Erstellung der Annotation der enthaltenen Substanzen. Der Ethylacetat/n-Butanol Extrakt von G. sylvaticum wurde schließlich mittels Verteilungschromatographie (HPCCC) weiter fraktioniert, wodurch eine gezielte Anreicherung spezifischer Verbindungen erreicht werden konnten. Die Ergebnisse zeigten eine weitgehende Ähnlichkeit mit bekannten Galium-Arten, wobei Flavonoide (z.B. Rutin), Phenole/Hydroxyzimtsäure-Derivate (z.B. Chlorogensäure) und Iridoide (z.B. Asperulosid) als Hauptinhaltsstoffe identifiziert wurden. Mittels eines HUVEC/PBMC-Zelladhäsionsassays konnten im Rahmen dieser Arbeit potenzielle entzündungshemmende Eigenschaften der hergestellten Galium-Extrakte und Fraktionen gezeigt werden. Insgesamt lieferte diese Studie Einblicke in die chemische Zusammensetzung ausgewählter, in Österreich heimischer Galium-Arten und deckte mehrere Sekundärmetaboliten der bislang wenig erforschten Art G. sylvaticum auf.

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