Moderne Intimität im Wandel

Situationships, oft definiert als eine romantische Beziehungsform zwischen zwanglosem dating und einer festen Beziehung (Langlais et al. 2024), haben in der soziologischen Forschung bislang wenig Beachtung gefunden. Gleichzeitig stellen sie für viele Studiderende einen relevanten Bestandteil ihres Beziehungsalltags dar. Die vorliegende Masterarbeit untersucht deshalb, wie Studierende in Wien ihre Erfahrungen in Situationships interpretieren, wobei ein besonderer Fokus auf dem Umgang mit unklaren Grenzen und Erwartungen liegt. Insgesamt wurden 15 narrative Interviews mit Studierenden der Generation Z durchgeführt, die bereits Erfahrungen mit Situationships gemacht haben. Die Interviews wurden anhand der Narrationsanalyse (Schütze 1983; Schütze et al. 2016) aus einer symbolisch-interaktionistischen Perspektive analysiert. Ziel der Arbeit war es, Einblicke zu gewinnen, wie Studierende mit unklaren Beziehungsformen umgehen und wie sie diese Erfahrungen rückblickend interpretieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Situationships von den Befragten nicht in erster Linie als gescheiterte Beziehungen wahrnehmen, sondern als sinnvolle Erfahrungen, durch die sie mehr über sich selbst, ihre romantischen Vorstellungen und den Umgang mit Intimität in eine instabilen Dating-Szene lernen konnten.

Authors

Publication Details

Journal
University of Vienna
Published
2026-01-01
DOI
https://doi.org/10.25365/thesis.80694
Primary Topic
Evolutionary Psychology and Human Behavior
Type
article
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Moderne Intimität im Wandel

Bianca Bucataru
University of Vienna
Evolutionary Psychology and Human Behavior
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Moderne Intimität im Wandel

Bianca Bucataru
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Abstract

Situationships, oft definiert als eine romantische Beziehungsform zwischen zwanglosem dating und einer festen Beziehung (Langlais et al. 2024), haben in der soziologischen Forschung bislang wenig Beachtung gefunden. Gleichzeitig stellen sie für viele Studiderende einen relevanten Bestandteil ihres Beziehungsalltags dar. Die vorliegende Masterarbeit untersucht deshalb, wie Studierende in Wien ihre Erfahrungen in Situationships interpretieren, wobei ein besonderer Fokus auf dem Umgang mit unklaren Grenzen und Erwartungen liegt. Insgesamt wurden 15 narrative Interviews mit Studierenden der Generation Z durchgeführt, die bereits Erfahrungen mit Situationships gemacht haben. Die Interviews wurden anhand der Narrationsanalyse (Schütze 1983; Schütze et al. 2016) aus einer symbolisch-interaktionistischen Perspektive analysiert. Ziel der Arbeit war es, Einblicke zu gewinnen, wie Studierende mit unklaren Beziehungsformen umgehen und wie sie diese Erfahrungen rückblickend interpretieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Situationships von den Befragten nicht in erster Linie als gescheiterte Beziehungen wahrnehmen, sondern als sinnvolle Erfahrungen, durch die sie mehr über sich selbst, ihre romantischen Vorstellungen und den Umgang mit Intimität in eine instabilen Dating-Szene lernen konnten.

University of Vienna
Reduced inequalities
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