Producing Rural Space in southwest China

Diese Dissertation untersucht den ländlichen Wandel im Südwesten Chinas am Beispiel von Mianyang in der Provinz Sichuan. Sie fragt, wie Anpassung, Widerstand und Innovation in Regionen mit begrenzter staatlicher Aufmerksamkeit und eingeschränkten Kapitalzuflüssen verlaufen und was dies über die Produktion ländlicher Räume in weniger priorisierten Regionen Chinas zeigt. Methodisch verbindet die Arbeit quantitative Raumanalyse mit qualitativer Ethnographie. Eine Datenbank mit 23.905 registrierten ländlichen Unternehmen (2011–2020) dient dazu, die geografische Verteilung, sektorale Zusammensetzung und Clusterbildung ländlichen Unternehmertums zu analysieren. Die Feldforschung wurde in drei kontrastierenden Dörfern durchgeführt: Tielu, ein peri-urbanes Kulturerbe-Dorf mit staatlich gelenktem Tourismus; Shuangshi, eine ländliche Siedlung, die durch eine private Biofarm transformiert wurde; und Tianbao, ein Pomelo-Dorf, das von Genossenschaften und staatlicher Unterstützung geprägt ist. Leitfadengestützte Interviews, teilnehmende Beobachtung und schriftliche Quellen werden mit statistischer und räumlicher Analyse trianguliert, um den ländlichen Wandel multiskalar zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen drei verflochtene Dynamiken: die ungleiche Verteilung ländlicher Unternehmen, fragile, aber wichtige Kooperationen zwischen Kleinbauern und Kapital sowie die umstrittenen Rollen lokaler Kader und Unternehmer bei der Gestaltung von Governance und ländlichem Raum. Die Dissertation entwickelt ein raum-zeitliches Kapital-Governance-Rahmenkonzept, das diese Dynamiken integriert, und zeigt den Wert der Verbindung georäumlicher Analyse mit ethnographischen Einsichten. Sie leistet empirische, methodische und konzeptionelle Beiträge zu Debatten über Revitalisierung, Anpassung, Widerstand und Innovation im ländlichen China und verweist auf die Notwendigkeit menschenzentrierter Revitalisierungspolitiken, die ungleiche lokale Kapazitäten und Machtverhältnisse berücksichtigen.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-03-17
DOI
https://doi.org/10.18452/36876
Primary Topic
China's Socioeconomic Reforms and Governance
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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ALL TIME
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SEP
OCT
article

Producing Rural Space in southwest China

Haoying Li
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
China's Socioeconomic Reforms and Governance
article

Producing Rural Space in southwest China

Haoying Li
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Abstract

Diese Dissertation untersucht den ländlichen Wandel im Südwesten Chinas am Beispiel von Mianyang in der Provinz Sichuan. Sie fragt, wie Anpassung, Widerstand und Innovation in Regionen mit begrenzter staatlicher Aufmerksamkeit und eingeschränkten Kapitalzuflüssen verlaufen und was dies über die Produktion ländlicher Räume in weniger priorisierten Regionen Chinas zeigt. Methodisch verbindet die Arbeit quantitative Raumanalyse mit qualitativer Ethnographie. Eine Datenbank mit 23.905 registrierten ländlichen Unternehmen (2011–2020) dient dazu, die geografische Verteilung, sektorale Zusammensetzung und Clusterbildung ländlichen Unternehmertums zu analysieren. Die Feldforschung wurde in drei kontrastierenden Dörfern durchgeführt: Tielu, ein peri-urbanes Kulturerbe-Dorf mit staatlich gelenktem Tourismus; Shuangshi, eine ländliche Siedlung, die durch eine private Biofarm transformiert wurde; und Tianbao, ein Pomelo-Dorf, das von Genossenschaften und staatlicher Unterstützung geprägt ist. Leitfadengestützte Interviews, teilnehmende Beobachtung und schriftliche Quellen werden mit statistischer und räumlicher Analyse trianguliert, um den ländlichen Wandel multiskalar zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen drei verflochtene Dynamiken: die ungleiche Verteilung ländlicher Unternehmen, fragile, aber wichtige Kooperationen zwischen Kleinbauern und Kapital sowie die umstrittenen Rollen lokaler Kader und Unternehmer bei der Gestaltung von Governance und ländlichem Raum. Die Dissertation entwickelt ein raum-zeitliches Kapital-Governance-Rahmenkonzept, das diese Dynamiken integriert, und zeigt den Wert der Verbindung georäumlicher Analyse mit ethnographischen Einsichten. Sie leistet empirische, methodische und konzeptionelle Beiträge zu Debatten über Revitalisierung, Anpassung, Widerstand und Innovation im ländlichen China und verweist auf die Notwendigkeit menschenzentrierter Revitalisierungspolitiken, die ungleiche lokale Kapazitäten und Machtverhältnisse berücksichtigen.

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