Das Spannungsfeld zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik in der deutschen Rüstungsindustrie

Kurzfassung Mit der sicherheitspolitischen „Zeitenwende“ und erheblich steigenden Verteidigungsausgaben werden industriepolitische Forderungen zur Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie immer lauter. Wenig Aufmerksamkeit wird dabei jedoch der Rolle der Wettbewerbspolitik gewidmet. Der Beitrag rekonstruiert zunächst die spezifischen Eigenschaften von Rüstungsmärkten und untersucht die Wettbewerbsintensität empirisch auf nationaler und europäischer Ebene. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir das Spannungsfeld zwischen Industrie- und Wettbewerbspolitik aus ordnungspolitischer Perspektive. Im Ergebnis plädieren wir dafür, industriepolitische Eingriffe strikt wettbewerbskonform auszugestalten und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit primär über prokompetitive Maßnahmen, insbesondere einer gemeinsamen europäische Beschaffung, offene Vergabeverfahren und den Abbau von Marktzutrittsschranken, zu organisieren.

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Publication Details

Journal
ORDO
Published
2026-03-11
DOI
https://doi.org/10.1515/ordo-2026-2041
Primary Topic
Defense, Military, and Policy Studies
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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Das Spannungsfeld zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik in der deutschen Rüstungsindustrie

Ralf Dewenter, Lea Bernhardt
ORDO
Defense, Military, and Policy Studies
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Das Spannungsfeld zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik in der deutschen Rüstungsindustrie

Ralf Dewenter, Lea Bernhardt
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Abstract

Kurzfassung Mit der sicherheitspolitischen „Zeitenwende“ und erheblich steigenden Verteidigungsausgaben werden industriepolitische Forderungen zur Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie immer lauter. Wenig Aufmerksamkeit wird dabei jedoch der Rolle der Wettbewerbspolitik gewidmet. Der Beitrag rekonstruiert zunächst die spezifischen Eigenschaften von Rüstungsmärkten und untersucht die Wettbewerbsintensität empirisch auf nationaler und europäischer Ebene. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir das Spannungsfeld zwischen Industrie- und Wettbewerbspolitik aus ordnungspolitischer Perspektive. Im Ergebnis plädieren wir dafür, industriepolitische Eingriffe strikt wettbewerbskonform auszugestalten und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit primär über prokompetitive Maßnahmen, insbesondere einer gemeinsamen europäische Beschaffung, offene Vergabeverfahren und den Abbau von Marktzutrittsschranken, zu organisieren.

ORDO
Helmut Schmidt University (DE), Hamburg Institute of International Economics (DE)
Decent work and economic growth
Openalex Percentile: Top 29%
Defense, Military, and Policy Studies
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