Psychological Mechanisms of Social Foraging Decisions in the Wild

Soziale Ressourcensuche, d.h. die Lokalisation und Extraktion von Ressourcen in einem sozialen Kontext, bietet ein Paradigma für die Integration von Theorien des individuellen und sozialen Lernens in einem ökologisch relevanten Kontext. Kapitel 1 identifiziert zwei Limitationen der Forschung zur Nahrungssuche in natürlichen Umwelten. Erstens werden Optimalitätsmodelle, die keine Einsichten in Entscheidungsmechanismen geben, verwendet. Zweitens fokussieren Feldstudien auf individuelles Verhalten und vernachlässigen dabei die Rolle des sozialen Kontexts. Kapitel 2 stellt einen komputationalen Ansatz zur Untersuchung von sozialen Entscheidungsmechanismen in natürlichen Umwelten vor. Durch eine Integration mit Entscheidungstheorien können hochauflösende Datenquellen dazu benutzt werden, latente psychologische Prozesse und deren Anpassung and die Umwelt zu ermitteln. Kapitel 3 und 4 wenden diesen Ansatz auf ein neues System zur Untersuchung von Entscheidungen während der sozialen Nahrungssuche an: Eisfischwettbewerbe in Finnland. Kompetitive Eisfischerinnen und Eisfischer müssen sowohl einen Überblick über ihren eigenen Fangerfolg behalten, als auch beobachten, wo Mitwettbewerberinnen und Mitwettbewerber sich befinden. Kapitel 3 entwickelt Modelle, um zu verstehen, wie Eisfischerinnen und Eisfischer persönliche und soziale Informationsquellen nutzen und mental repräsentieren. Die Ergebnisse zeigen flexible und adaptive Nutzung sozialer Information. Soziale Information beeinflusst die räumliche Suche in starkem Ausmaß, wird jedoch von persönlicher Information überlagert, bei der Entscheidung einen Ort zu verlassen. Kapitel 4 zeigt, dass a priori gebildete Überzeugungen über das Vorhandensein von Ressourcen durch sich dynamisch verändernde persönliche und soziale Informationsquellen überwogen werden. Kapitel 5 skizziert die Randbedingungen für die Generalisierbarkeit der Ergebnisse und diskutiert Einschränkungen und zeigt Richtungen für zukünftige Forschung auf.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-03-11
DOI
https://doi.org/10.18452/36771
Primary Topic
Behavioral Health and Interventions
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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Psychological Mechanisms of Social Foraging Decisions in the Wild

Alexander Schakowski
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Behavioral Health and Interventions
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Psychological Mechanisms of Social Foraging Decisions in the Wild

Alexander Schakowski
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Abstract

Soziale Ressourcensuche, d.h. die Lokalisation und Extraktion von Ressourcen in einem sozialen Kontext, bietet ein Paradigma für die Integration von Theorien des individuellen und sozialen Lernens in einem ökologisch relevanten Kontext. Kapitel 1 identifiziert zwei Limitationen der Forschung zur Nahrungssuche in natürlichen Umwelten. Erstens werden Optimalitätsmodelle, die keine Einsichten in Entscheidungsmechanismen geben, verwendet. Zweitens fokussieren Feldstudien auf individuelles Verhalten und vernachlässigen dabei die Rolle des sozialen Kontexts. Kapitel 2 stellt einen komputationalen Ansatz zur Untersuchung von sozialen Entscheidungsmechanismen in natürlichen Umwelten vor. Durch eine Integration mit Entscheidungstheorien können hochauflösende Datenquellen dazu benutzt werden, latente psychologische Prozesse und deren Anpassung and die Umwelt zu ermitteln. Kapitel 3 und 4 wenden diesen Ansatz auf ein neues System zur Untersuchung von Entscheidungen während der sozialen Nahrungssuche an: Eisfischwettbewerbe in Finnland. Kompetitive Eisfischerinnen und Eisfischer müssen sowohl einen Überblick über ihren eigenen Fangerfolg behalten, als auch beobachten, wo Mitwettbewerberinnen und Mitwettbewerber sich befinden. Kapitel 3 entwickelt Modelle, um zu verstehen, wie Eisfischerinnen und Eisfischer persönliche und soziale Informationsquellen nutzen und mental repräsentieren. Die Ergebnisse zeigen flexible und adaptive Nutzung sozialer Information. Soziale Information beeinflusst die räumliche Suche in starkem Ausmaß, wird jedoch von persönlicher Information überlagert, bei der Entscheidung einen Ort zu verlassen. Kapitel 4 zeigt, dass a priori gebildete Überzeugungen über das Vorhandensein von Ressourcen durch sich dynamisch verändernde persönliche und soziale Informationsquellen überwogen werden. Kapitel 5 skizziert die Randbedingungen für die Generalisierbarkeit der Ergebnisse und diskutiert Einschränkungen und zeigt Richtungen für zukünftige Forschung auf.

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