Wasserstoffaktivierung über Dihydrid‐Bildung an einem Rh <sub>1</sub> /Fe <sub>3</sub> O <sub>4</sub> (001)‐Einzelatomkatalysator

ZUSAMMENFASSUNG Die Wasserstoffaktivierung ist ein zentraler Schritt in der katalystischen Hydrierung. In der heterogenen Katalyse erfolgt sie üblicherweise über dissoziative Adsorption an Metall‐Nanopartikeln, gefolgt von Oberflächendiffusion oder Spillover. Im Gegensatz dazu aktivieren homogene Katalysatoren H 2 über Dihydrid‐ oder Dihydrogen‐Intermediate an einem einzelnen Metallzentrum. Wir zeigen hier, dasohne Spillover von atomarem Wasserstoff. Temperaturprogrammierte Desorption (TPD), Röntgenphotoelektronenspektroskopie (XPS) und Rastertunnelmikroskopie (STM) weisen gemeinsam eine starke (≈1 eV) Wasserstoffadsorption exklusiv an isolierten Rh 1 ‐Zentren nach; Isotopenaustauschexperimente belegen zudem, dass Wasserstoff dort lokalisiert bleibt. Rechnungen mit Dichtefunktionaltheorie (DFT) zeigen eine barrierefreie Umwandlung von molekularem H 2 zu Dihydrid, und Rechnungen auf Basis der Random‐Phase‐Approximation bestätigen die relative Stabilität des Dihydrids. Zusammengenommen zeigen diese Ergebnisse, dass Rh‐Einzelatom‐Zentren H 2 über einen Dihydrid‐Pfad spalten und binden, analog zu homogenen Komplexen, und damit die mechanistische Brücke zwischen homogener und heterogener Katalyse schlagen.

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Publication Details

Journal
Angewandte Chemie
Published
2026-02-24
DOI
https://doi.org/10.1002/ange.202525745
Primary Topic
Catalysis for Biomass Conversion
Type
article
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Wasserstoffaktivierung über Dihydrid‐Bildung an einem Rh 1 /Fe 3 O 4 (001)‐Einzelatomkatalysator

Lena Puntscher, Florian Libisch, Panukorn Sombut, Nail El Houcine BARAMA et al.
Angewandte Chemie
Catalysis for Biomass Conversion
article

Wasserstoffaktivierung über Dihydrid‐Bildung an einem Rh 1 /Fe 3 O 4 (001)‐Einzelatomkatalysator

Lena Puntscher, Florian Libisch, Panukorn Sombut, Nail El Houcine BARAMA, Gareth S. Parkinson, Jiří Pavelec, Florian Kraushofer, Chunlei Wang, Ulrike Diebold, Matthias Meier, Maosheng Hao, Michael Schmid, Cesare Franchini
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Abstract

ZUSAMMENFASSUNG Die Wasserstoffaktivierung ist ein zentraler Schritt in der katalystischen Hydrierung. In der heterogenen Katalyse erfolgt sie üblicherweise über dissoziative Adsorption an Metall‐Nanopartikeln, gefolgt von Oberflächendiffusion oder Spillover. Im Gegensatz dazu aktivieren homogene Katalysatoren H 2 über Dihydrid‐ oder Dihydrogen‐Intermediate an einem einzelnen Metallzentrum. Wir zeigen hier, dasohne Spillover von atomarem Wasserstoff. Temperaturprogrammierte Desorption (TPD), Röntgenphotoelektronenspektroskopie (XPS) und Rastertunnelmikroskopie (STM) weisen gemeinsam eine starke (≈1 eV) Wasserstoffadsorption exklusiv an isolierten Rh 1 ‐Zentren nach; Isotopenaustauschexperimente belegen zudem, dass Wasserstoff dort lokalisiert bleibt. Rechnungen mit Dichtefunktionaltheorie (DFT) zeigen eine barrierefreie Umwandlung von molekularem H 2 zu Dihydrid, und Rechnungen auf Basis der Random‐Phase‐Approximation bestätigen die relative Stabilität des Dihydrids. Zusammengenommen zeigen diese Ergebnisse, dass Rh‐Einzelatom‐Zentren H 2 über einen Dihydrid‐Pfad spalten und binden, analog zu homogenen Komplexen, und damit die mechanistische Brücke zwischen homogener und heterogener Katalyse schlagen.

Angewandte ChemieVol. 138(14)
University of Vienna (AT), TU Wien (AT), Osservatorio astronomico di Bologna (IT), Institut für Technische und Angewandte Physik (Germany) (DE), University of Bologna (IT)
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Catalysis for Biomass Conversion
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