‚Grüner‘ Wasserstoff zur Bewältigung der Klimakrise? Auf der Suche nach alternativen feministischen Energiezukünften
‚Grüner‘ Wasserstoff (GH2) wird von den EUMitgliedstaaten als „Schlüsseltechnologie“ der Energiewende gehandelt, wobei jedoch erhebliche Effizienzverluste dessen großflächigen Einsatz infrage stellen. Zugleich reproduzieren europäische GH2-Strategien (neo-)koloniale Machtverhältnisse und blockieren sozial-ökologische Transformation. Feministische Kritik hebt androzentrische Verkürzungen in der Klimakrisenpolitik hervor, welche komplexe sozial-ökologische Problemlagen auf techno-wissenschaftliche Zukunftsperspektiven reduzieren. Der Beitrag analysiert dominante Narrative um GH2 mittels sociotechnical imaginaries und verortet darin verankerte techno-optimistische Androzentrismen. Aus intersektionaler Perspektive auf sozial-ökologische Gerechtigkeit werden alternative Wissensformen und Handlungsmöglichkeiten jenseits hegemonialer Machtzentren aufgezeigt. Damit leisten wir einen Beitrag zur Klärung lokal-globaler Zusammenhänge und zur methodischen Fundierung sozial-ökologisch gerechter feminist energy futures.
Authors
- Fabiana Schmid
- Waltraud Ernst (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-1891-3540)
- Sarah Demlehner
Institutions
- Johannes Kepler University of Linz (AT)
- University of Vienna (AT)
Publication Details
- Journal
- GENDER – Zeitschrift für Geschlecht Kultur und Gesellschaft
- Published
- 2026-03-05
- DOI
- https://doi.org/10.3224/gender.v18i1.06
- Primary Topic
- Economic and Social Issues
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00