Methoden nachhal(l)tig kompostieren: im Kollektiv mit mehr-als-menschlichen Gefügen
Dieser Artikel denkt über Möglichkeiten feministischer, transformativer und nachhaltiger Wissenschaft nach und praktiziert in diesem kollektiven (Schreib-)Prozess eine experimentelle und kompostistische Forschungspraxis. In der kritischen Auseinandersetzung mit tradierten, zumeist rationalistischen und objektivierenden Methoden geht es diesem Kollektiv nicht darum, nach neuen Lösungen zu suchen, sondern un/stimmige Antworten in dieser Suche auszuhalten und dafür Verantwortung zu übernehmen. Kompost wird in Anlehnung an Donna Haraway als Versuch verstanden, Praktiken der Wissensproduktion und Welterzeugung zu entwickeln, die den Menschen aus dem Zentrum rücken. Damit geht es um ein Denken und Praktizieren in nichtmenschlichen und mehr-als-menschlichen Gefügen, sodass sich im Verlauf des Artikels Visionen von Klimagerechtigkeit, ein Steinmuseum, Stimulanzien in der Kunstpraxis, digitale Spielfiguren und mehr-als-textliche Begleiter*innen begegnen. Mit ihnen werden verschiedene Möglichkeiten der Verbindung von Kompost, Nachhaltigkeit, Sorge-Tragen und transformativer Wissenschaft erkundet.
Authors
- Lisa Krall (ORCID: https://orcid.org/0000-0001-6070-2109)
- Alina Sabransky
- Susanna Schoenberg
- Ian Boes
- Johanna Gebhardt
- Taj Irzhavsky
Institutions
- University of Kassel (DE)
- University of Cologne (DE)
- Kunstakademie Düsseldorf (DE)
Publication Details
- Journal
- GENDER – Zeitschrift für Geschlecht Kultur und Gesellschaft
- Published
- 2026-03-05
- DOI
- https://doi.org/10.3224/gender.v18i1.05
- Primary Topic
- Libraries and Information Services
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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