Adapt or Perish?: Understanding Transnational Environmental NGOs’ Strategies in China and Turkey

Mit dem Klimawandel als einer der drängendsten Herausforderungen für die Menschheit gewinnt die Bedeutung transnationaler Verflechtungen zunehmend an Relevanz. Während der aktuelle Forschungsstand bereits viele Erkenntnisse über Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hervorgebracht hat, besteht weiterhin erheblicher Forschungsbedarf im Hinblick auf autoritäre Regime. Es gibt zahlreiche Diskussionen darüber, welche Faktoren die Arbeitsweise transnationaler Umwelt-NGOs (tENGOs) beeinflussen, doch bleibt unklar, welche Elemente in Kontexten wirksam werden, in denen ihr Handeln stark überwacht und durch verschiedene autoritäre Institutionen reguliert wird. Die Literatur über Umweltbewegungen und NGOs konzentriert sich seit vielen Jahren auf demokratische Systeme und deren Interaktionen mit Aktivist*innen, wobei autokratische Regime oftmals vernachlässigt werden. Der Widerstand gegen autokratische Tendenzen zur Einschränkung, Überwachung und Schließung des zivilgesellschaftlichen Raums ist zu einem zentralen Fokus transnationaler Umwelt-NGOs geworden. Diese Dissertation untersucht die Strategien von tENGOs in China und der Türkei, wo zunehmende Einschränkungen die politischen Handlungsspielräume begrenzen und den Zugang zu Ressourcen erschweren. Ich analysiere, wie tENGOs sich anpassen, orientieren und strategisch mit den sich verändernden politischen Opportunitätsstrukturen sowie mit wandelnden Ressourcenabhängigkeiten umgehen. Die Analyse zeigt, dass tENGOs in China und der Türkei autoritäre Kontexte aktiv navigieren und strategisch handhaben – nicht entlang eines linearen Rückgangs zivilgesellschaftlicher Freiräume, sondern durch episodische Zyklen politischer Öffnungen und Schließungen. Die Arbeit führt das Dynamic-Flux-Modell ein, das theoretisiert, wie tENGOs – abhängig vom Ausmaß staatlicher Repression – unterschiedliche Strategien verfolgen, die von kooperativer Interessenvertretung und strategischer Ausrichtung bis hin zu direktem und indirektem Widerstand reichen. Diese Ergebnisse stellen statische Auffassungen von politischen Opportunitätsstrukturen und Ressourcenabhängigkeiten in Frage, indem sie die fluide, ausgehandelte Natur von NGO-Autonomie und Anpassung hervorheben.

Authors

Publication Details

Journal
Universitätsbibliographie, Universität Duisburg-Essen
Published
2026-03-05
DOI
https://doi.org/10.17185/duepublico/84749
Primary Topic
China's Socioeconomic Reforms and Governance
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

Adapt or Perish?: Understanding Transnational Environmental NGOs’ Strategies in China and Turkey

Ceren Çevik
Universitätsbibliographie, Universität Duisburg-Essen
China's Socioeconomic Reforms and Governance
article

Adapt or Perish?: Understanding Transnational Environmental NGOs’ Strategies in China and Turkey

Ceren Çevik
article en

Abstract

Mit dem Klimawandel als einer der drängendsten Herausforderungen für die Menschheit gewinnt die Bedeutung transnationaler Verflechtungen zunehmend an Relevanz. Während der aktuelle Forschungsstand bereits viele Erkenntnisse über Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hervorgebracht hat, besteht weiterhin erheblicher Forschungsbedarf im Hinblick auf autoritäre Regime. Es gibt zahlreiche Diskussionen darüber, welche Faktoren die Arbeitsweise transnationaler Umwelt-NGOs (tENGOs) beeinflussen, doch bleibt unklar, welche Elemente in Kontexten wirksam werden, in denen ihr Handeln stark überwacht und durch verschiedene autoritäre Institutionen reguliert wird. Die Literatur über Umweltbewegungen und NGOs konzentriert sich seit vielen Jahren auf demokratische Systeme und deren Interaktionen mit Aktivist*innen, wobei autokratische Regime oftmals vernachlässigt werden. Der Widerstand gegen autokratische Tendenzen zur Einschränkung, Überwachung und Schließung des zivilgesellschaftlichen Raums ist zu einem zentralen Fokus transnationaler Umwelt-NGOs geworden. Diese Dissertation untersucht die Strategien von tENGOs in China und der Türkei, wo zunehmende Einschränkungen die politischen Handlungsspielräume begrenzen und den Zugang zu Ressourcen erschweren. Ich analysiere, wie tENGOs sich anpassen, orientieren und strategisch mit den sich verändernden politischen Opportunitätsstrukturen sowie mit wandelnden Ressourcenabhängigkeiten umgehen. Die Analyse zeigt, dass tENGOs in China und der Türkei autoritäre Kontexte aktiv navigieren und strategisch handhaben – nicht entlang eines linearen Rückgangs zivilgesellschaftlicher Freiräume, sondern durch episodische Zyklen politischer Öffnungen und Schließungen. Die Arbeit führt das Dynamic-Flux-Modell ein, das theoretisiert, wie tENGOs – abhängig vom Ausmaß staatlicher Repression – unterschiedliche Strategien verfolgen, die von kooperativer Interessenvertretung und strategischer Ausrichtung bis hin zu direktem und indirektem Widerstand reichen. Diese Ergebnisse stellen statische Auffassungen von politischen Opportunitätsstrukturen und Ressourcenabhängigkeiten in Frage, indem sie die fluide, ausgehandelte Natur von NGO-Autonomie und Anpassung hervorheben.

Universitätsbibliographie, Universität Duisburg-Essen
Openalex Percentile: Top 36%
China's Socioeconomic Reforms and Governance
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.