Wie sich die russische Vollinvasion der Ukraine auf die Zivilgesellschaft in Russland auswirkte: Der Fall einer Klimabewegung

Zusammenfassung Basierend auf einer qualitativen Fallstudie einer russischen Klimabewegung, die einige Jahre vor dem großangelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine entstand und kurz nach Kriegsbeginn aufgelöst wurde, untersucht dieser Artikel die Auswirkungen des Krieges auf zivilgesellschaftlichen Aktivismus innerhalb Russlands. Die Studie identifiziert drei typische Aktivist*innenkarrieren, die das Engagement in sowie den Ausstieg aus der Bewegung prägen. Die Analyse dieser Karrieren zeigt, dass der Krieg keine völlig neuen Bedingungen schuf, sondern vielmehr bereits bestehende Probleme verstärkte, mit denen die Bewegung ohnehin zu kämpfen hatte. Zudem erhöhte sich das Risiko der Protestteilnahme und die Aufmerksamkeit der Aktivist*innen verlagerte sich von der Klimakrise auf kriegsbedingte, unmittelbarere Probleme. Der Artikel leistet außerdem einen Beitrag zur Forschung über Rückzug und Demobilisierung sozialer Bewegungen, indem er die übergreifende Frage aufwirft, wie ein politisches Großereignis zur Demobilisierung einer sozialen Bewegung führen kann.

Authors

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Publication Details

Journal
Forschungsjournal Soziale Bewegungen
Published
2026-03-04
DOI
https://doi.org/10.1515/fjsb-2026-0004
Primary Topic
Populism, Right-Wing Movements
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00

Funders

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article

Wie sich die russische Vollinvasion der Ukraine auf die Zivilgesellschaft in Russland auswirkte: Der Fall einer Klimabewegung

Svetlana Erpyleva
Forschungsjournal Soziale Bewegungen
Populism, Right-Wing Movements
article

Wie sich die russische Vollinvasion der Ukraine auf die Zivilgesellschaft in Russland auswirkte: Der Fall einer Klimabewegung

Svetlana Erpyleva
article en

Abstract

Zusammenfassung Basierend auf einer qualitativen Fallstudie einer russischen Klimabewegung, die einige Jahre vor dem großangelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine entstand und kurz nach Kriegsbeginn aufgelöst wurde, untersucht dieser Artikel die Auswirkungen des Krieges auf zivilgesellschaftlichen Aktivismus innerhalb Russlands. Die Studie identifiziert drei typische Aktivist*innenkarrieren, die das Engagement in sowie den Ausstieg aus der Bewegung prägen. Die Analyse dieser Karrieren zeigt, dass der Krieg keine völlig neuen Bedingungen schuf, sondern vielmehr bereits bestehende Probleme verstärkte, mit denen die Bewegung ohnehin zu kämpfen hatte. Zudem erhöhte sich das Risiko der Protestteilnahme und die Aufmerksamkeit der Aktivist*innen verlagerte sich von der Klimakrise auf kriegsbedingte, unmittelbarere Probleme. Der Artikel leistet außerdem einen Beitrag zur Forschung über Rückzug und Demobilisierung sozialer Bewegungen, indem er die übergreifende Frage aufwirft, wie ein politisches Großereignis zur Demobilisierung einer sozialen Bewegung führen kann.

Forschungsjournal Soziale BewegungenVol. 39(1)
University of Bremen (DE)
University of Oxford
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Populism, Right-Wing Movements
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