Proteinurie als Verlaufs- und Prognosemarker bei IgA-Nephropathie und IgA-Vaskulitis-Nephropathie geeignet
Die vorliegende Studie untersuchte, wie sich Proteinurie-Verläufe auf das Fortschreiten der IgA-Nephropathie auswirken. In einer multizentrischen Kohorte wurden 234 Kinder und 368 Erwachsene in vier Kohorten analysiert. Die Gruppen innerhalb der Kohorten wurden basierend auf Proteinurie-Messungen über einen Zeitraum von zwei Jahren definiert. Dadurch zeigte sich, dass eine höhere Proteinurie ein starker Prädiktor für Krankheitsprogression ist. Erwachsene in der Gruppe mit der höchsten Proteinurie hatten ein mehr als dreifach erhöhtes Risiko für Nierenversagen im Vergleich zu Gruppen mit mittlerer Proteinurie. Die geschätzte Zeit bis zu einer eGFR <15 ml/min/1,73 m2 betrug über 90 Jahre in der niedrigsten Proteinuriegruppe, aber nur 8–16 Jahre in den höheren Gruppen.
Authors
- Sibylle von Vietinghoff (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-3217-5433)
- Uta Scheidt
Institutions
- University Hospital Bonn (DE)
Publication Details
- Journal
- Kompass Autoimmun
- Published
- 2026-02-26
- DOI
- https://doi.org/10.1159/000550180
- Primary Topic
- Renal Diseases and Glomerulopathies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00