The uptake of open access in hybrid journal publishing

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung von Open Access in hybriden Zeitschriften im Zuge der Einführung von Transformationsverträgen. Beim Hybrid Open Access werden bestimmte Artikel im Open Access veröffentlicht, während andere hinter einer Bezahlschranke verbleiben. Zwar werden Transformationsverträge, ein bibliothekarisches Lizenzierungsmodell für Portfolios hybrider Zeitschriften, kritisch hinterfragt. Jedoch fehlt es weitgehend an bibliometrischer Evidenz über deren Durchdringung. Diese Dissertation adressiert diese Lücke mittels einer offenen Methodik auf Grundlage offener Metadaten. Die kumulative Dissertationsschrift umfasst vier Arbeiten. Zwei Fallstudien untersuchten reverse-flip journals und das Zeitschriftenportfolio von Elsevier. Darauf aufbauend fanden zwei Vollerhebungen auf Grundlage von 13.000 hybriden Zeitschriften mit rund zehn Millionen Artikeln statt, basierend auf Crossref, OpenAlex und Daten der cOAlition S. Der offene Ansatz wurde komparativ mit Scopus und Web of Science validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Transformationsverträge zum Wachstum von Open Access beigetragen haben. Im Jahr 2023 waren jedoch rund 80% aller Artikel ausschließlich über ein Subskriptionsmodell zugänglich. Das Wachstum wurde insbesondere durch Elsevier, Springer Nature und Wiley herbeigeführt, mit substantiellen Abweichungen zwischen Zeitschriften und Ländern. China, die USA und Indien, deren Einrichtungen rund 45% aller Artikel verantworten, verfügen kaum über eine mit europäischen Ländern vergleichbare Abdeckung, was das Wachstum deutlich limitiert. Die Ergebnisse korrelieren stark zwischen offenen und proprietären Datenquellen, was die Validität des offenen Ansatzes verdeutlicht. Der globale Umsetzungsstand ist nicht ausreichend, um von einer breiten Umwandlung in reines Open Access zu sprechen. Angesichts unterschiedlicher globaler Prioritäten und hoher Marktkonzentration ist die Bereitschaft großer Verlage, ihre Portfolios vollständig umzustellen, kritisch zu hinterfragen.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2026-02-23
DOI
https://doi.org/10.18452/36336
Primary Topic
Publishing and Scholarly Communication
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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ALL TIME
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article

The uptake of open access in hybrid journal publishing

Najko Jahn
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Publishing and Scholarly Communication
article

The uptake of open access in hybrid journal publishing

Najko Jahn
article en

Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung von Open Access in hybriden Zeitschriften im Zuge der Einführung von Transformationsverträgen. Beim Hybrid Open Access werden bestimmte Artikel im Open Access veröffentlicht, während andere hinter einer Bezahlschranke verbleiben. Zwar werden Transformationsverträge, ein bibliothekarisches Lizenzierungsmodell für Portfolios hybrider Zeitschriften, kritisch hinterfragt. Jedoch fehlt es weitgehend an bibliometrischer Evidenz über deren Durchdringung. Diese Dissertation adressiert diese Lücke mittels einer offenen Methodik auf Grundlage offener Metadaten. Die kumulative Dissertationsschrift umfasst vier Arbeiten. Zwei Fallstudien untersuchten reverse-flip journals und das Zeitschriftenportfolio von Elsevier. Darauf aufbauend fanden zwei Vollerhebungen auf Grundlage von 13.000 hybriden Zeitschriften mit rund zehn Millionen Artikeln statt, basierend auf Crossref, OpenAlex und Daten der cOAlition S. Der offene Ansatz wurde komparativ mit Scopus und Web of Science validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Transformationsverträge zum Wachstum von Open Access beigetragen haben. Im Jahr 2023 waren jedoch rund 80% aller Artikel ausschließlich über ein Subskriptionsmodell zugänglich. Das Wachstum wurde insbesondere durch Elsevier, Springer Nature und Wiley herbeigeführt, mit substantiellen Abweichungen zwischen Zeitschriften und Ländern. China, die USA und Indien, deren Einrichtungen rund 45% aller Artikel verantworten, verfügen kaum über eine mit europäischen Ländern vergleichbare Abdeckung, was das Wachstum deutlich limitiert. Die Ergebnisse korrelieren stark zwischen offenen und proprietären Datenquellen, was die Validität des offenen Ansatzes verdeutlicht. Der globale Umsetzungsstand ist nicht ausreichend, um von einer breiten Umwandlung in reines Open Access zu sprechen. Angesichts unterschiedlicher globaler Prioritäten und hoher Marktkonzentration ist die Bereitschaft großer Verlage, ihre Portfolios vollständig umzustellen, kritisch zu hinterfragen.

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