Elterliches Engagement im Sportverein: Individuelle Motive, soziale Rahmenbedingungen und strukturelle Einflussfaktoren – Eine qualitative Analyse

Zusammenfassung Angesichts sinkender Ehrenamtsquoten in Sportvereinen rückt das bisher wenig gezielt untersuchte Engagement der Eltern in den Fokus. Die vorliegende qualitative Studie rekonstruiert Prozesse des Zusammenspiels von individuellen und vereinsbezogenen Merkmalen bei der Aufnahme und Aufrechterhaltung eines kinderabhängigen und/oder kinderunabhängigen freiwilligen Engagements von Eltern. Grundlage bilden Gruppendiskussionen mit engagierten und nicht-engagierten Mitgliedern, ausgewertet nach der dokumentarischen Methode. Die Ergebnisse zeigen ein Spannungsfeld zwischen elterlicher Dienstleistungsmentalität und den Anforderungen der Vereine an aktive Beteiligung. Es konnten vier Engagementtypen identifiziert werden: Rezipient*innen, Sportler*innen, Neuaktivierte und Verbundene. Geschlechterspezifische Rollenmuster – Mütter unterstützend, Väter leitend – begrenzen insbesondere das Potenzial von Frauen. Handlungsempfehlungen umfassen geschlechtersensible Ansprache, niedrigschwellige Einstiege und eine stärkere Anerkennungskultur.

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Publication Details

Journal
Sport und Gesellschaft
Published
2026-02-19
DOI
https://doi.org/10.1515/sug-2026-2004
Primary Topic
Sociology and Education Studies
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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Elterliches Engagement im Sportverein: Individuelle Motive, soziale Rahmenbedingungen und strukturelle Einflussfaktoren – Eine qualitative Analyse

Pina Li Süss
Sport und Gesellschaft
Sociology and Education Studies
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Elterliches Engagement im Sportverein: Individuelle Motive, soziale Rahmenbedingungen und strukturelle Einflussfaktoren – Eine qualitative Analyse

Pina Li Süss
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Abstract

Zusammenfassung Angesichts sinkender Ehrenamtsquoten in Sportvereinen rückt das bisher wenig gezielt untersuchte Engagement der Eltern in den Fokus. Die vorliegende qualitative Studie rekonstruiert Prozesse des Zusammenspiels von individuellen und vereinsbezogenen Merkmalen bei der Aufnahme und Aufrechterhaltung eines kinderabhängigen und/oder kinderunabhängigen freiwilligen Engagements von Eltern. Grundlage bilden Gruppendiskussionen mit engagierten und nicht-engagierten Mitgliedern, ausgewertet nach der dokumentarischen Methode. Die Ergebnisse zeigen ein Spannungsfeld zwischen elterlicher Dienstleistungsmentalität und den Anforderungen der Vereine an aktive Beteiligung. Es konnten vier Engagementtypen identifiziert werden: Rezipient*innen, Sportler*innen, Neuaktivierte und Verbundene. Geschlechterspezifische Rollenmuster – Mütter unterstützend, Väter leitend – begrenzen insbesondere das Potenzial von Frauen. Handlungsempfehlungen umfassen geschlechtersensible Ansprache, niedrigschwellige Einstiege und eine stärkere Anerkennungskultur.

Sport und Gesellschaft
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Sociology and Education Studies
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