„Denn es gibt keinen, der die Mörder nennt.“ Zur Darstellung von Gewalt und Subversion bei Gertrud Kolmar und Anna Gmeyner
Abstract Mechanismen der Gewalt stehen im Zentrum der in den 1920er und 1930er Jahren entstandenen Erzähltexte von Gertrud Kolmar und Anna Gmeyner. Darstellungen von Vergewaltigungen, Diskriminierungen und Suiziden machen – aus intersektional lesbarer Perspektive – die drastische Negation weiblich-jüdischer Subjektivität thematisch. Dieser Gewalt und Negation begegnen die Texte durch Erzählverfahren, in denen epistemische Dimensionen von Gewalt vorgeführt und metareflexiv durchkreuzt werden. Der Beitrag beleuchtet diese Verfahren und zeigt die subversiven Potenziale einer Metapoetik auf, die Kolmars und Gmeyners Erzählungen bestimmt.
Authors
- Jana Vijayakumaran
Institutions
- University of Duisburg-Essen (DE)
Publication Details
- Journal
- Naharaim
- Published
- 2026-02-18
- DOI
- https://doi.org/10.1515/naha-2024-0023
- Primary Topic
- German Literature and Culture Studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00