Alle Jahre wieder: „Reichenlisten“
Zusammenfassung Die alljährliche Veröffentlichung sog. Reichenlisten in den Wirtschaftsmedien greift schwerwiegend in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen ein. Der Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund, nach welchen äußerungsrechtlichen Maßstäben sich die Zulässigkeit namentlicher Zuordnungen von angeblichen Vermögenswerten richtet. Anhand der Aufarbeitung der einschlägigen Rechtsprechung werden die zentralen Streitfragen analysiert, insb. die Einordnung von Vermögensangaben als Tatsachenbehauptung oder Meinungsäußerung, sowie die Zugehörigkeit der Informationen zur Privat- oder Sozialsphäre. Angesichts der Entwicklung der jüngeren Rechtsprechung plädiert der Beitrag für eine stärkere Berücksichtigung des Schutzinteresses der Betroffenen.
Authors
- Anne-Kristin Polster
- Stephanie Vendt
Publication Details
- Journal
- AfP
- Published
- 2026-02-01
- DOI
- https://doi.org/10.9785/afp-2026-570103
- Primary Topic
- German Security and Defense Policies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00