Vergleich von Verfahren im D‐A‐CH‐Raum zur Vermeidung von Überhitzung in Wohngebäuden

Abstrakt Der Trend der letzten 30 Jahre zeigt einen beschleunigten Anstieg der mittleren Außentemperaturen in den Sommermonaten gegenüber vorindustriellem Niveau. Gleichzeitig nehmen Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse zu. Hitzewellen stellen dabei eine besondere Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, vor allem für vulnerable Gruppen. Wohngebäude sollen Schutz vor extremer Außentemperaturdynamik bieten. Ein klimaangepasstes passives Gebäudeverhalten ist dafür die prioritäre Maßnahme in der Gebäudeplanung, während aktive Kühlung nur ergänzend eingesetzt werden sollte. Seit 1981 ist die Vermeidung von sommerlicher Überwärmung Bestandteil der deutschen Normung für Mindestwärmeschutz, öffentlich‐rechtliche Anforderungen sind heute im Gebäudeenergiegesetz verankert. In den deutschsprachigen Ländern gibt es verschiedene methodische Ansätze zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung bzw. Überhitzung. Dieser Artikel stellt sie gegenüber und untersucht, inwieweit diese eine Gebäudeplanung unter veränderten Anforderungen durch Hitzewellen und Klimaveränderungen ermöglichen. Die Analyse zeigt, dass das Schutzziel „Gesundheit“ in die Normung des sommerlichen Wärmeschutzes aufgenommen werden muss, um den Gesundheitsschutz auch bei Hitze zu gewährleisten. Dazu müssen neben etablierten Prüfverfahren für Behaglichkeit geeignete Verfahren entwickelt werden, welche die Eignung passiver Gebäudekonzeptionen unter extremen Hitzeereignissen prüfen und bestenfalls auch in der Vorplanung eingesetzt werden können.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
Bauphysik
Published
2026-02-01
DOI
https://doi.org/10.1002/bapi.70029
Primary Topic
Civil and Structural Engineering Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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Vergleich von Verfahren im D‐A‐CH‐Raum zur Vermeidung von Überhitzung in Wohngebäuden

Runa T. Hellwig, Lutz Dorsch
Bauphysik
Civil and Structural Engineering Research
article

Vergleich von Verfahren im D‐A‐CH‐Raum zur Vermeidung von Überhitzung in Wohngebäuden

Runa T. Hellwig, Lutz Dorsch
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Abstract

Abstrakt Der Trend der letzten 30 Jahre zeigt einen beschleunigten Anstieg der mittleren Außentemperaturen in den Sommermonaten gegenüber vorindustriellem Niveau. Gleichzeitig nehmen Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse zu. Hitzewellen stellen dabei eine besondere Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, vor allem für vulnerable Gruppen. Wohngebäude sollen Schutz vor extremer Außentemperaturdynamik bieten. Ein klimaangepasstes passives Gebäudeverhalten ist dafür die prioritäre Maßnahme in der Gebäudeplanung, während aktive Kühlung nur ergänzend eingesetzt werden sollte. Seit 1981 ist die Vermeidung von sommerlicher Überwärmung Bestandteil der deutschen Normung für Mindestwärmeschutz, öffentlich‐rechtliche Anforderungen sind heute im Gebäudeenergiegesetz verankert. In den deutschsprachigen Ländern gibt es verschiedene methodische Ansätze zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung bzw. Überhitzung. Dieser Artikel stellt sie gegenüber und untersucht, inwieweit diese eine Gebäudeplanung unter veränderten Anforderungen durch Hitzewellen und Klimaveränderungen ermöglichen. Die Analyse zeigt, dass das Schutzziel „Gesundheit“ in die Normung des sommerlichen Wärmeschutzes aufgenommen werden muss, um den Gesundheitsschutz auch bei Hitze zu gewährleisten. Dazu müssen neben etablierten Prüfverfahren für Behaglichkeit geeignete Verfahren entwickelt werden, welche die Eignung passiver Gebäudekonzeptionen unter extremen Hitzeereignissen prüfen und bestenfalls auch in der Vorplanung eingesetzt werden können.

BauphysikVol. 48(1)
Fachhochschule Salzburg (AT), Technische Universität Berlin (DE)
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Civil and Structural Engineering Research
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