ACCLIMA – Can Acclimatisation Be Understood as a Spatial and Human Active Concept – An Alternative to the Total Control of the Indoor Climate?

Von frühen räumlichen und klimatischen Strategien, die eng an natürliche Rhythmen gebunden waren, entwickelte sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts ein Komfortverständnis, das zunehmend durch technische Systeme geprägt ist und schließlich in einem Zustand des „Hypercomfort“ resultiert. Diese Entwicklung führte nicht nur zu wachsenden energetischen Abhängigkeiten, sondern auch zum Verlust räumlicher und sinnlicher Qualitäten. Angesichts der niedrigen Renovierungsrate und der damit verbundenen Herausforderung, die EU-Klimaziele zu erreichen, gerät die Logik der aktuellen Praxis von Luftdichtheit und maximaler Dämmung zunehmend ins Wanken. Die Arbeit sucht nach Alternativen, indem sie die Prozesse thermischer Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt. Von den physikalischen Prinzipien des Wärmetransfers über den menschlichen Metabolismus bis hin zur Thermoregulation. Akklimatisierung wird dabei als konzeptionelles Gegenmodell eingeführt. Verstanden als Bindeglied zwischen Temperatur, Körper und Raum eröffnen sich Perspektiven für thermisch differenzierte, minimaltechnische und zugleich erfahrungsintensive Räume. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine bewusste Adaption des Verhaltens, bei der Architektur lediglich die Ausgangslage schaffen kann, während die eigentliche Transformation im Menschen selbst stattfinden muss.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2026-02-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2026.130152
Primary Topic
Civil and Structural Engineering Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

ACCLIMA – Can Acclimatisation Be Understood as a Spatial and Human Active Concept – An Alternative to the Total Control of the Indoor Climate?

Franz Danhauser
reposiTUm (TU Wien)
Civil and Structural Engineering Research
article

ACCLIMA – Can Acclimatisation Be Understood as a Spatial and Human Active Concept – An Alternative to the Total Control of the Indoor Climate?

Franz Danhauser
article en

Abstract

Von frühen räumlichen und klimatischen Strategien, die eng an natürliche Rhythmen gebunden waren, entwickelte sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts ein Komfortverständnis, das zunehmend durch technische Systeme geprägt ist und schließlich in einem Zustand des „Hypercomfort“ resultiert. Diese Entwicklung führte nicht nur zu wachsenden energetischen Abhängigkeiten, sondern auch zum Verlust räumlicher und sinnlicher Qualitäten. Angesichts der niedrigen Renovierungsrate und der damit verbundenen Herausforderung, die EU-Klimaziele zu erreichen, gerät die Logik der aktuellen Praxis von Luftdichtheit und maximaler Dämmung zunehmend ins Wanken. Die Arbeit sucht nach Alternativen, indem sie die Prozesse thermischer Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt. Von den physikalischen Prinzipien des Wärmetransfers über den menschlichen Metabolismus bis hin zur Thermoregulation. Akklimatisierung wird dabei als konzeptionelles Gegenmodell eingeführt. Verstanden als Bindeglied zwischen Temperatur, Körper und Raum eröffnen sich Perspektiven für thermisch differenzierte, minimaltechnische und zugleich erfahrungsintensive Räume. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine bewusste Adaption des Verhaltens, bei der Architektur lediglich die Ausgangslage schaffen kann, während die eigentliche Transformation im Menschen selbst stattfinden muss.

reposiTUm (TU Wien)
TU Wien (AT)
Climate action
Openalex Percentile: Top 58%
Civil and Structural Engineering Research
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.