Ergebnisse einer Umfragestudie unter österreichischen Tierbesitzer:innen von Neuweltkamelen zum Gesundheitsmanagement

Lamas und Alpakas erfreuen sich in Osterreich seit mehreren Jahrzehnten zunehmender Beliebtheit. Daher wurde eine Datenerhebung zu den Themen Haltung, Arbeitsorganisation, Tierbewegungen, Nutzung, Mensch-Tier-Interaktion und Gesundheitsmanagement von Neuweltkamelen in Osterreich durchgefuhrt. Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich im Speziellen mit dem Gesundheitsmanagement von Neuweltkamelen. Insgesamt wurden 450Fragebogen evaluiert, wobei die Umfragedaten mithilfe von Microsoft Excel® analysiert und deskriptiv beschrieben wurden. Die ersten beiden Fragen waren obligatorisch und dienten als Voraussetzung fur die Einbeziehung in die Auswertung. Da die restlichen Fragen optional waren, variiert die Grundgesamtheit bei jeder Frage. Die meisten Betriebe mit Neuweltkamelhaltungen befinden sich in Niederosterreich (29,1 %),der Steiermark (19,8 %) und Oberosterreich (18,7 %). Etwa ein Drittel der befragten Tierhalter:innen (32,7 %) verfugt über eine Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst Öterreich, während die Mehrheit der Betriebe (88,6 %) die Gesundheitsdaten ihrer Herdedokumentiert. Die Betreuung der Tiere erfolgt vom Großteil der Teilnehmer:innen (66,4 %) fur ein bis zwei Stunden pro Tag. Maßnahmen in Bezug auf Tierbewegung und die damit verbundenen Quarantänemaßnahmen variieren stark, da die Mehrheit mit 276 Stimmen(72,8 %) ihre Herde nur bei Bedarf vergrößert. Als Hauptursache für das Erkranken und Verenden von Tieren nannten die Tierbesitzer:innen den Verdauungstrakt (32,9 % bzw.20,3 %) als betroffenes Organsystem. Ein ordnungsgemäßes Impfmanagement spielt deswegen eine wichtige Rolle bei der Prävention bedeutender Krankheiten innerhalb der Herde. Die meisten angewandten Impfungen richten sich gegen das diverse Erregerspektrum von Clostridien mit insgesamt 212 Antworten (96,8 %).Die Ergebnisse geben einen Überblick über die aktuelle Situation der Haltung von Neuweltkamelen in Osterreich und liefern Ansätze zur Optimierung des Herden- und Gesundheitsmanagements. Anhand der Umfrageergebnisse konnten die haufigsten Bestandsprobleme aus Sicht der Tierhalter:innen ermittelt werden und künftige Forschung konnte sich gezielt mit der Gesundheitsüberwachung und Präventionsmaßnahmen befassen.

Authors

Publication Details

Journal
Phaidra - Repository of the University of Veterinary Medicine, Vienna
Published
2026-02-09
DOI
https://doi.org/10.34876/gp7z-0877
Primary Topic
Clostridium difficile and Clostridium perfringens research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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Controls
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Ergebnisse einer Umfragestudie unter österreichischen Tierbesitzer:innen von Neuweltkamelen zum Gesundheitsmanagement

Simone Holzer
Phaidra - Repository of the University of Veterinary Medicine, Vienna
Clostridium difficile and Clostridium perfringens research
article

Ergebnisse einer Umfragestudie unter österreichischen Tierbesitzer:innen von Neuweltkamelen zum Gesundheitsmanagement

Simone Holzer
article en

Abstract

Lamas und Alpakas erfreuen sich in Osterreich seit mehreren Jahrzehnten zunehmender Beliebtheit. Daher wurde eine Datenerhebung zu den Themen Haltung, Arbeitsorganisation, Tierbewegungen, Nutzung, Mensch-Tier-Interaktion und Gesundheitsmanagement von Neuweltkamelen in Osterreich durchgefuhrt. Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich im Speziellen mit dem Gesundheitsmanagement von Neuweltkamelen. Insgesamt wurden 450Fragebogen evaluiert, wobei die Umfragedaten mithilfe von Microsoft Excel® analysiert und deskriptiv beschrieben wurden. Die ersten beiden Fragen waren obligatorisch und dienten als Voraussetzung fur die Einbeziehung in die Auswertung. Da die restlichen Fragen optional waren, variiert die Grundgesamtheit bei jeder Frage. Die meisten Betriebe mit Neuweltkamelhaltungen befinden sich in Niederosterreich (29,1 %),der Steiermark (19,8 %) und Oberosterreich (18,7 %). Etwa ein Drittel der befragten Tierhalter:innen (32,7 %) verfugt über eine Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst Öterreich, während die Mehrheit der Betriebe (88,6 %) die Gesundheitsdaten ihrer Herdedokumentiert. Die Betreuung der Tiere erfolgt vom Großteil der Teilnehmer:innen (66,4 %) fur ein bis zwei Stunden pro Tag. Maßnahmen in Bezug auf Tierbewegung und die damit verbundenen Quarantänemaßnahmen variieren stark, da die Mehrheit mit 276 Stimmen(72,8 %) ihre Herde nur bei Bedarf vergrößert. Als Hauptursache für das Erkranken und Verenden von Tieren nannten die Tierbesitzer:innen den Verdauungstrakt (32,9 % bzw.20,3 %) als betroffenes Organsystem. Ein ordnungsgemäßes Impfmanagement spielt deswegen eine wichtige Rolle bei der Prävention bedeutender Krankheiten innerhalb der Herde. Die meisten angewandten Impfungen richten sich gegen das diverse Erregerspektrum von Clostridien mit insgesamt 212 Antworten (96,8 %).Die Ergebnisse geben einen Überblick über die aktuelle Situation der Haltung von Neuweltkamelen in Osterreich und liefern Ansätze zur Optimierung des Herden- und Gesundheitsmanagements. Anhand der Umfrageergebnisse konnten die haufigsten Bestandsprobleme aus Sicht der Tierhalter:innen ermittelt werden und künftige Forschung konnte sich gezielt mit der Gesundheitsüberwachung und Präventionsmaßnahmen befassen.

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Clostridium difficile and Clostridium perfringens research
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