32. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie (ADH) in Freiburg – Exchanges in Dermatopathology

Die 32. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie (ADH) fand vom 27. bis 29. Juni 2025 im FORUM Merzhausen in Freiburg statt (Abbildung 1). Zum zweiten Mal nach 2007 war Freiburg der Ausrichtungsort der ADH-Jahrestagung. Die Tagung wurde gemeinsam vom Zentrum für Dermatopathologie (PD Dr. Wolfgang Weyers, Dr. Stefan Hörster), dem MVZ Laaff (Prof. Dr. Helmut Laaff) und von der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg (Dr. Kristin Technau-Hafsi, Prof. Dr. Dr. Kilian Eyerich, PD Dr. Frank Meiß) ausgerichtet. Bereits der enge Austausch bei der Vorbereitung und Organisation der ADH-Tagung passte gut zu dem gewählten Motto der Tagung „Exchanges in Dermatopathology“. Die Tagung bot ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen interaktiven und repetitiven Formaten, bei denen Grenzüberschreitungen (über die Haut hinaus – über die Morphologie hinaus – über den Menschen hinaus) bewusst geplant waren. Die „Ballwechsel“ zu verschiedenen Themen wurden von Expert:innen bestritten, die sich gegenseitig Fälle vorstellten, von Bild zu Bild ihre diagnostischen Überlegungen darlegten und so das Publikum am Denkprozess teilhaben ließen. Ähnlich angelegt war das „Puzzle“, bei dem ungewöhnliche Präsentationen entzündlicher Dermatosen vorgestellt wurden, bis sich aus Zusatzinformationen allmählich ein vollständiges Bild ergab. Mit den „Kontroversen in der Dermatopathologie“ wurde jeweils eine kontroverse Hypothese in Wort und Bild vorgetragen, und anschließend von einem anderen Diskussionspartner, der den Vortrag zuvor erhalten hatte, in einem eigenen Kurzvortrag kritisch betrachtet. „Die dumme Frage, die ich nie zu stellen wagte“, die „Seven Summits“ (sieben Koryphäen der deutschen und internationalen Dermatopathologie erörterten Probleme des Fachgebiets) und das Quiz mit dem Titel „Risiko“ mit Teams aus den USA, Großbritannien und Deutschland hatten einen hohen Informations- und auch Unterhaltungswert. Interessante Workshops und Satellitensymposien, freie Vorträge und Posterpräsentationen, der Einsteiger-Kurs und natürlich das traditionelle Schnittseminar rundeten das Programm ab. Neben den zahlreichen nationalen Experten und Expertinnen nahmen viele hochkarätige internationale Referenten und Referentinnen an der ADH-Tagung in Freiburg teil, von Boris Bastian und Philip E. LeBoit (San Francisco) über Victor Prieto (Houston), Klaus Busam (New York City), Richard Carr (Warwick) sowie Eduardo Calonje und John McGrath (London) bis hin zu Axel zur Hausen (Maastricht), Uta Flucke (Nijmegen), Arnaud de la Fouchardière (Lyon) und Martin Sangueza (La Paz, Bolivien). Die „Exchanges in Dermatopathology“ hat dies sehr bereichert und in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels den Wert des engen nationalen und internationalen Austauschs unterstrichen, eines manchmal kontroversen, manchmal herausfordernden, aber immer freundschaftlichen und sachbezogenen Miteinanders. Das Rahmenprogramm, vom Begrüßungsabend mit anschließendem Klavierkonzert durch einen der weltbesten Pianisten (Igor Kamenz) bis hin zum Gala-Dinner in Schloss Munzingen, bot weitere Gelegenheiten zur Vertiefung des Austausches miteinander. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Walter F. Lever-Medaille an Prof. Dr. Almut Böer-Auer (Hamburg). Die Auszeichnung erinnert an den deutsch-amerikanischen Dermatopathologen Walter F. Lever (1909–1993) und wird an herausragende Persönlichkeiten der deutschen Dermatopathologie verliehen. Weitere Auszeichnungen erhielten Dr. Henning Klapproth (Köln) für den besten freien Vortrag und Dr. Anne Petzold (Erlangen) für den besten Posterbeitrag. Mit dem Programm hatten sich die lokalen Organisatoren gemeinsam mit dem ADH-Vorstand viel vorgenommen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden, der hochkarätige wissenschaftliche Austausch und die kollegial-freundliche Atmosphäre haben gezeigt, dass die selbstgestellten Ansprüche erreicht wurden und die „Exchanges in Dermatopathology“ er- und gelebt werden konnten. Die kommende 33. Jahrestagung der ADH findet vom 19.–21. Juni 2026 in Münster unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Stephan Braun statt. Aktuelle Informationen zum Programm und eine Anmeldung ist über die Homepage www.adh.events möglich.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Published
2026-02-01
DOI
https://doi.org/10.1111/ddg.70033
Primary Topic
Cutaneous Melanoma Detection and Management
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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32. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie (ADH) in Freiburg – Exchanges in Dermatopathology

Wolfgang Weyers, Frank Meis
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Cutaneous Melanoma Detection and Management
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32. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie (ADH) in Freiburg – Exchanges in Dermatopathology

Wolfgang Weyers, Frank Meis
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Abstract

Die 32. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie (ADH) fand vom 27. bis 29. Juni 2025 im FORUM Merzhausen in Freiburg statt (Abbildung 1). Zum zweiten Mal nach 2007 war Freiburg der Ausrichtungsort der ADH-Jahrestagung. Die Tagung wurde gemeinsam vom Zentrum für Dermatopathologie (PD Dr. Wolfgang Weyers, Dr. Stefan Hörster), dem MVZ Laaff (Prof. Dr. Helmut Laaff) und von der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg (Dr. Kristin Technau-Hafsi, Prof. Dr. Dr. Kilian Eyerich, PD Dr. Frank Meiß) ausgerichtet. Bereits der enge Austausch bei der Vorbereitung und Organisation der ADH-Tagung passte gut zu dem gewählten Motto der Tagung „Exchanges in Dermatopathology“. Die Tagung bot ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen interaktiven und repetitiven Formaten, bei denen Grenzüberschreitungen (über die Haut hinaus – über die Morphologie hinaus – über den Menschen hinaus) bewusst geplant waren. Die „Ballwechsel“ zu verschiedenen Themen wurden von Expert:innen bestritten, die sich gegenseitig Fälle vorstellten, von Bild zu Bild ihre diagnostischen Überlegungen darlegten und so das Publikum am Denkprozess teilhaben ließen. Ähnlich angelegt war das „Puzzle“, bei dem ungewöhnliche Präsentationen entzündlicher Dermatosen vorgestellt wurden, bis sich aus Zusatzinformationen allmählich ein vollständiges Bild ergab. Mit den „Kontroversen in der Dermatopathologie“ wurde jeweils eine kontroverse Hypothese in Wort und Bild vorgetragen, und anschließend von einem anderen Diskussionspartner, der den Vortrag zuvor erhalten hatte, in einem eigenen Kurzvortrag kritisch betrachtet. „Die dumme Frage, die ich nie zu stellen wagte“, die „Seven Summits“ (sieben Koryphäen der deutschen und internationalen Dermatopathologie erörterten Probleme des Fachgebiets) und das Quiz mit dem Titel „Risiko“ mit Teams aus den USA, Großbritannien und Deutschland hatten einen hohen Informations- und auch Unterhaltungswert. Interessante Workshops und Satellitensymposien, freie Vorträge und Posterpräsentationen, der Einsteiger-Kurs und natürlich das traditionelle Schnittseminar rundeten das Programm ab. Neben den zahlreichen nationalen Experten und Expertinnen nahmen viele hochkarätige internationale Referenten und Referentinnen an der ADH-Tagung in Freiburg teil, von Boris Bastian und Philip E. LeBoit (San Francisco) über Victor Prieto (Houston), Klaus Busam (New York City), Richard Carr (Warwick) sowie Eduardo Calonje und John McGrath (London) bis hin zu Axel zur Hausen (Maastricht), Uta Flucke (Nijmegen), Arnaud de la Fouchardière (Lyon) und Martin Sangueza (La Paz, Bolivien). Die „Exchanges in Dermatopathology“ hat dies sehr bereichert und in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels den Wert des engen nationalen und internationalen Austauschs unterstrichen, eines manchmal kontroversen, manchmal herausfordernden, aber immer freundschaftlichen und sachbezogenen Miteinanders. Das Rahmenprogramm, vom Begrüßungsabend mit anschließendem Klavierkonzert durch einen der weltbesten Pianisten (Igor Kamenz) bis hin zum Gala-Dinner in Schloss Munzingen, bot weitere Gelegenheiten zur Vertiefung des Austausches miteinander. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Walter F. Lever-Medaille an Prof. Dr. Almut Böer-Auer (Hamburg). Die Auszeichnung erinnert an den deutsch-amerikanischen Dermatopathologen Walter F. Lever (1909–1993) und wird an herausragende Persönlichkeiten der deutschen Dermatopathologie verliehen. Weitere Auszeichnungen erhielten Dr. Henning Klapproth (Köln) für den besten freien Vortrag und Dr. Anne Petzold (Erlangen) für den besten Posterbeitrag. Mit dem Programm hatten sich die lokalen Organisatoren gemeinsam mit dem ADH-Vorstand viel vorgenommen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden, der hochkarätige wissenschaftliche Austausch und die kollegial-freundliche Atmosphäre haben gezeigt, dass die selbstgestellten Ansprüche erreicht wurden und die „Exchanges in Dermatopathology“ er- und gelebt werden konnten. Die kommende 33. Jahrestagung der ADH findet vom 19.–21. Juni 2026 in Münster unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Stephan Braun statt. Aktuelle Informationen zum Programm und eine Anmeldung ist über die Homepage www.adh.events möglich.

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